Brannenburg – Die aktuelle Gemeinschaftsausstellung „Transparenzen“ von Beate Bastigkeit und Bernhard Pichler in der Kunstschmiede der Neuen Künstlerkolonie Brannenburg wurde mit einer zahlreich besuchten Vernissage eröffnet. Eines der „dienstältesten“ Mitglieder der Künstlerkolonie und Experte für die „ursprüngliche“ Künstlerkolonie Brannenburgs im 19. Jahrhundert, Norbert Schoe, und der Vorsitzende Dr. Georg Werner gaben einen Einblick in Leben und Schaffen der beiden Künstler.
Deren auf den ersten Blick eher gegensätzliche Werke, sowohl im Hinblick auf die Technik als auch die Motive, verbindet letztendlich vor allem deren Transparenz, sei es die luftig-zarte Transparenz von Bernhard Pichlers Aquarellen, als auch die Transparenz der Farbschichten bei den „körperlicheren“ Werken der intuitiven Prozessmalerei von Beate Bastigkeit. Beate Bastigkeit (Wolfratshausen) und Bernhard Pichler (Brannenburg) verbindet eine lange und inspirierende Freundschaft sowie die große Liebe zur Aquarellmalerei, die in ihren Augen die Königsdisziplin der Malerei darstellt, kann doch unter anderem ein Bild im Gegensatz etwa zur Acrylmalerei nicht einfach nachträglich verändert werden, wenn es nicht gelungen erscheint.
Beide Künstler waren bereits als Jugendliche künstlerisch tätig. So dienten Beate Bastigkeit die „Starschnitte“ der Jugendzeitschrift „Bravo“ als Vorlage für Porträts, während Bernhard Pichler an Zeichenwettbewerben derselben Zeitschrift teilnahm. Beiden war es jedoch zunächst nicht möglich, sich beruflich künstlerisch zu verwirklichen. Beate Bastigkeit heiratete, ebenso wie ihr Künstlerkollege, in eine Künstlerfamilie ein, was ihr den Kontakt zu Künstlern eröffnete und sie ihre Bewunderung für höchst naturgemäße Blumenaquarelle entdecken ließ.
Die Gemeinschaftsausstellung ist von Karfreitag, 7. April, bis Ostermontag, 10. April, jeweils von 14 bis 18 Uhr in der Kunstschmiede in Brannenburg geöffnet. Beide Künstler sind täglich vor Ort und freuen sich auf zahlreiche interessierte Besucher. pfu