Theaterer erkunden Kloster Frauenwörth

von Redaktion

Endorfer wollen Einblicke in das Leben der Seligen Irmengard ins Stück einfließen lassen

Bad Endorf – Im Rahmen einer Vorbereitungsfahrt besuchte eine große Schar von Spielern der Theatergesellschaft Bad Endorf das Kloster Frauenwörth auf der Fraueninsel im Chiemsee.

Dort erhielt die Gruppe Einblicke in den Alltag der dort lebenden Benediktinerinnen. Diese sollen in das Theaterstück über die Selige Irmengard einfließen, das von Pfingstmontag, 29. Mai, bis Sonntag, 2. Juli, im Volkstheater Bad Endorf aufgeführt wird. Mit dabei waren auch einige Musiker vom Halfinger Bläserkreis, die das Theaterstück mit selbst komponierten Liedern unterstützen.

Ordensfrau führt
in das Münster

Mit dem Dampfer ging es am Vormittag von Gstadt aus zur Insel, wo die Theaterspieler von der Archivarin und ehemaligen Schulrektorin, Schwester Magdalena, begrüßt wurden. Die Ordensfrau führte ihre Besucher zuerst in das Münster, eine der ältesten christlichen Gebetsstätten im süddeutschen Raum. Im Chor-Scheitel bewunderten die Theaterspieler die Ruhestätte der Seligen Irmengard, auch als Irmengard-Kapelle bekannt. Gegenüber, unter einem Bild der Seligen, befinden sich zahlreiche Votivtafeln, die den Autoren und Spielleitern Julia und Werner Hofmann als Anregung für das Stück dienten, das sie eigens für die Bad Endorfer Bühne schrieben. Nach dem Mittagessen beim Klosterwirt wurden die Theaterspieler in die für Touristen nicht zugänglichen Räumlichkeiten des Klosters geführt. Auf unterhaltsame Art erklärte Schwester Magdalena die Regeln des Heiligen Benedikt von Nursia, an denen sich das tägliche Leben der Ordensfrauen orientiert.

In Bezug auf die Selige Irmengard zeigte sie eine Bleitafel mit der Aufschrift „Ora pro nobis!“, die aus dem Grab der Seligen stammt und Zeugnis über ihre seit über tausend Jahren andauernde Verehrung gibt. Ferner durften die Besucher eine echte Profess-Urkunde bewundern, mit der sich eine Nonne nach Ablegen einer Probezeit lebenslang an den gewählten Orden und seine Regeln bindet.

Vergleichbar ist das Dokument mit einer Heiratsurkunde, allerdings wird die Profess-Urkunde deutlich aufwendiger gestaltet. Bevor es zurück nach Gstadt ging, ließen es sich die Theaterspieler nicht nehmen, eine Szene aus dem Irmengard-Stück aufzuführen. In der Nähe des Landungsstegs zeigten sie die Ankunft der Seligen Irmengard auf der Fraueninsel, gewissermaßen am Originalschauplatz.

Premiere ist
Ende Mai

Karten für das Stück „Irmengard vom Chiemsee“ sind unter www.theater-endorf.de, in der Tourist-Info Bad Endorf und über Münchenticket erhältlich.

Zusätzlich bietet die Tourist-Info mit dem „Bad Endorfer Zuckerl plus“ ein Paket an, das neben einer Freikarte für das Theater zusätzlich eine vergünstigte Chiemsee-Schifffahrt zur Frauen- und Herreninsel, eine Berg- und Talfahrt mit der Kampenwandbahn sowie den Eintritt in die Chiemgau-Thermen zum Sonderpreis enthält. Die Premiere ist am Pfingstmontag, 29. Mai, um 14 Uhr. Weitere Aufführungen gibt es dann von 4. Juni bis 2. Juli sonntags um 14 Uhr sowie freitags um 20 Uhr.hö

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