„Brannenburger leben sehr sicher“

von Redaktion

Polizeihauptkommissar Josef Mühlbacher stellt Jahresbericht vor – 97 Unfälle

Brannenburg – Seinen Sicherheitsbericht stellte Polizeihauptkommissar Josef Mühlbacher, Leiter der Polizeiinspektion Brannenburg, jüngst bei der Bürgerversammlung vor. „In Brannenburg lebt man sehr sicher“, lautet sein Fazit.

Während im Dienstbereich, der aus zehn Gemeinden besteht, im vergangenen Jahr ein leichter Anstieg der Straftaten zu verzeichnen war, sanken die Zahlen für die Gemeinde in geringem Maße. Schwere Straftaten traten im vorigen Jahr nicht auf, angezeigt wurden Diebstähle und Sachbeschädigungen sowie Vermögens- und Fälschungsdelikte, die vermehrt im Internet auftraten.

Im Bereich Kinder- und Jugendkriminalität habe sich die Situation wieder beruhigt, nachdem bei einer Gruppe auffälliger Jugendlicher verschiedene Maßnahmen Wirkung gezeigt hatten.

Durch Callcenter-Betrug, unter anderem durch falsche Polizeibeamte, seien insbesondere ältere Bürger gefährdet, warnte Mühlbacher. Durch geschulte Gesprächsführung und Einschüchterung gelinge es immer wieder, hohe Bargeldsummen oder Schmuck zu erbeuten. „Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, denn die Polizei fordert niemals Bargeld“, unterstrich der Inspektionsleiter und riet dazu, auch im Versuchsfall Anzeige zu erstatten.

Im Bereich Flüchtlinge und Asyl bewege sich die Arbeit im normalen Rahmen, teilweise waren Einsätze wegen Streitereien, Ruhestörungen oder Körperverletzungen zu verzeichnen. Vereinzelt seien auch bettelnde Personen unterwegs. In diesem Fall seien eine frühzeitige Information und eine detaillierte Beschreibung an die Polizei hilfreich.

In der Verkehrsunfallentwicklung wurden im vorigen Jahr 97 Unfälle mit 19 Verletzten verzeichnet. Im Jahr 2021 waren es 101 Vorkommnisse mit 23 Verletzten. Tödliche Unfälle traten nicht auf, 2021 waren zwei Todesopfer zu beklagen. Ein leichter Schulwegunfall, wie auch im Jahr 2021, war zu vermelden. Die Gesamtschadenssumme der Unfälle lag bei 194000 Euro gegenüber dem Jahr 2021 mit 197000 Euro. Eine Fahrt unter Drogeneinfluss und fünf folgenlose Trunkenheitsfahrten standen ebenso zu Buche.

Der Ausflugsverkehr, der seit der Corona-Zeit zugenommen habe, werde beobachtet. Die Gemeinde sei im Gegensatz zu anderen Kommunen allerdings nur leicht betroffen. Problematischer sei der Ausweichverkehr durch die Blockabfertigung. Die Überwachung der Abfahrtsverbote gestalte sich personalintensiv, weshalb man auf die Unterstützung durch andere Kräfte angewiesen sei.

Von Bürgerseite wurde Polizist Mühlbacher auf Vandalismus im Ortsteil Sägmühle angesprochen. Wichtig sei es, immer den Notruf zu wählen und Beschädigungen zur Anzeige zu bringen, riet Mühlbacher.mc

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