Werner Fritschka erhält nach 40 Dienstjahren goldenen Orden

von Redaktion

Schloßberger Feuerwehrler ehren bei Hauptversammlung Kameraden und freuen sich über viele Neuzugänge

Schloßberg – Zahlreiche Mitglieder und Gäste konnte Vorsitzender Andreas Hofbauer bei der diesjährigen Hauptversammlung im Feuerwehrhaus begrüßen. Als neue aktive Mitglieder konnten Kathrin Wiedemann, Christian Drahobl, Stefan Meissner, Björn Zott und Johannes Bräunlich begrüßt werden.

Im vergangenen Jahr fanden endlich wieder Veranstaltungen im Verein statt, wobei der erfolgreiche Steckerlfischverkauf am Karfreitag, das ebenso gelungene Feuerwehrfest im Juni und der Vereinsausflug nach Wien besonders erwähnt wurden. Auch das Törggelen im November fand bei den Mitgliedern großen Anklang.

Die Mitglieder Hans Bullwein und Josef Aigner wurden zu ihren 90. Geburtstagen mit einer Abordnung besucht. Das 150-jährige Feuerwehrjubiläum 2025 wird im Juni stattfinden. Ein Festausschuss ist bereits mit der Planung beschäftigt.

Kassier Lukas Lechner war krankheitsbedingt abwesend und Hofbauer übernahm den Kassenbericht mit den Ausgaben des letzten Jahres, die trotz der Restaurierung der Vereinsfahne zur 150-Jahr-Feier und der großen Unterstützung der Feuerwehrjugend sowie der Anschaffung eines Hochleistungslüfters glücklicherweise durch die erfolgreichen Veranstaltungen kein großes Loch in die Kasse gerissen haben.

Der Kassenstand ist ausgeglichen und die Kassenprüfer Helmut Berger und Georg Dörfler empfahlen die Entlastung der Vorstandschaft, die von den Mitgliedern einstimmig beschlossen wurde. Beide Kassenprüfer stellten sich anschließend der turnusmäßigen Neuwahl und unter der Leitung von Bürgermeister Karl Mair wählte die Versammlung beide Kandidaten für weitere zwei Jahre zu Kassenprüfern.

Andres Penzel wurde für 25 Jahre, Werner Fritschka für 40 Jahre, Andreas Rothmayer und Leo Lukas für 50 Jahre, Günther Dörfler und Hans Herzinger für 60 Jahre und Hans Bullwein sogar für stolze 65 Jahre Mitgliedschaft geehrt.

Kommandant Christian Holewa konnte von 80 Einsätzen berichten, davon 31 Brände und fünf Gefahrguteinsätze. Besonders gefordert war die Wehr im November, als ein Dachstuhlbrand in Vogtareuth in der Nacht die Kräfte neun Stunden lang forderte und am nächsten Tag noch einmal fünf Stunden Einsatz nötig waren, um den Dachstuhl wegen des Regens zu sichern und abzudecken.

Viele Übungen wurden durchgeführt und Holewa dankte auch dem BRK Rohrdorf für die Zusammenarbeit. Bei zwei Großübungen konnte das Zusammenspiel mit dem Rettungsdienst ausgiebig geübt werden.

Zahlreiche Fortbildungen wurden von den Aktiven besucht, darunter auch ein Drehleiterlehrgang im Feuerwehrhaus Schloßberg, bei dem sich Teilnehmer von Feuerwehren aus ganz Deutschland weiterbildeten. 62 Aktive, darunter zehn Frauen, leisteten 1246 Einsatzstunden, dazu kamen unzählige Übungs- und Ausbildungsstunden.

Nach abgeschlossener Grundausbildung und ersten Einsatzerfahrungen wurden Manuel Krämer, Vivian Helget und Marinus Jaroschinski zur Feuerwehr befördert. Stefan Meissner wurde zum Oberfeuerwehrmann und Johannes Bräunlich zum Hauptfeuerwehrmann befördert. Zu Löschmeistern wurden Helmut Berger und Bernhard Bonholzer ernannt.

Für zehn Jahre aktiven Dienst wurden Maxi Lindner, Karl Schiller, Stefan Zoßeder und Stefan Meissner ausgezeichnet. Für 30 Jahre wurden Christian Dreischl, Christian Helget und Alexander Zurawski geehrt. Herausragende 40 Jahre aktiven Dienst erreichte Werner Fritschka, der als Dankeschön eine Urkunde des Innenministeriums mit goldenem Orden von Kreisbrandrat Manfred Gierlinger überreicht bekam. Aufgrund dieser langen Dienstzeit erhielt Fritschka vom Freistaat Bayern zusätzlich einen einwöchigen Aufenthalt im Feuerwehrerholungsheim. Bürgermeister Karl Mair lobte das soziale Engagement der Schloßberger Wehr.

Für ein neues Feuerwehrhaus hat der Gemeinderat bereits Gelder für den Grunderwerb freigegeben und die Suche nach einem geeigneten Grundstück läuft auf Hochtouren. Grundsätzlich sieht Bürgermeister Mair, dass in naher Zukunft einiges in das gemeindliche Feuerwehrwesen investiert werden muss.

Kreisbrandmeister Manfred Gierlinger beklagte generell die mangelnde Eigeninitiative der Bevölkerung und die daraus resultierenden hohen Einsatzzahlen im Landkreis. Er bedankte sich ausdrücklich bei allen anwesenden Feuerwehrdienstleistenden für ihr Engagement und bei der Gemeinde für die Unterstützung der Feuerwehr Schloßberg.

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