Höslwang/Riedering – Zu einer Informationsveranstaltung und einem Austausch über einen gewässerschonenden Maisanbau lud das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Rosenheim interessierte Landwirte nach Höslwang und Riedering ein.
Die Praxisversuche vor Ort an Pelhamer See und am Simssee werden auch in diesem Jahr weitergeführt. Dabei werden zur Saatbeetbereitung vor der Maisaussaat alternative Verfahren, wie die Mulchsaat, mit dem traditionellen Pflugeinsatz verglichen.
Bei der Mulchsaat erfolgt die Saat in die noch vorhandenen Pflanzenreste einer zuvor angebauten Zwischenfrucht. Nach dem Prinzip „Jeder Halm ein Damm“ soll die Bodenerosion verringert und dadurch die Nährstoffeinträge über Zuflüsse zu den Seen auf ein Minimum reduziert werden.
Ein intensiverer Bodeneingriff mit dem Pflug vor Mais hat sich in der Praxis bewährt, vor allem deshalb, weil dadurch Luft in den Boden gelangt, die diesen im Frühjahr schneller erwärmt und abtrocknen lässt. Dies ist auch durch die hohen Niederschläge im Voralpenland von Vorteil. Der Mais dankt dies durch einen einheitlichen und raschen Feldaufgang. Im Gegensatz dazu ist eine Mulchsaat deutlich risikoreicher. Ein Patentrezept, welches auf jedem Standort und in jedem Jahr gleich gut funktioniert, gibt es nicht. Deshalb ist es erforderlich, neue Verfahren auszuprobieren, Erfahrungen zu sammeln und auszutauschen. Die guten Ergebnisse des letzten Jahres belegen, dass Mulchsaat unter geeigneten Bedingungen funktioniert und weder in Bezug auf Ertrag, noch auf Qualität gegenüber der „Pflug-Variante“ abfällt.
Neben dem AELF begleiten die Versuche am Simssee die Wasserschutzberaterin der Firma Ecozept, Edeltraud Wissinger, am PelhamerSee das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE).