Neue Leader-Förderung im Visier

von Redaktion

„Chiemgauer-Seenplatte“ mit „alten Hasen“ und zwei Neuen im Vorstand

Bernau/Chiemgau Die Lokale Aktionsgruppe „Chiemgauer-Seenplatte“, ein Zusammenschluss von nunmehr 27 Kommunen aus den Landkreisen Rosenheim und Traunstein, hat sich für die neue Förderperiode 2023 bis 2027 des Leader-Programms der EU zur Stärkung des ländlichen Raums beworben und wird nach 20 Jahren erfolgreicher Arbeit als Leader-Region „Chiemgauer-Seenplatte“ auch jetzt wieder dabei sein.

Ideen schon
in Vorbereitung

Auf der Mitgliederversammlung der Chiemgauer-Seenplatte e.V. in Bernau wurden durch die Neuwahl des Vorstands die Weichen gestellt, damit man nach der offiziellen Anerkennung als Leader-Region gleich richtig loslegen kann – denn eine Reihe von Projektideen ist schon in Vorbereitung.

Bei den Vorstandswahlen traten die „alten Hasen“ wieder an und wurden einstimmig wiedergewählt: Pittenharts Bürgermeister Sepp Reithmeier zum Vorsitzenden, der Ameranger Bürgermeister Konrad Linner zu seinem Stellvertreter, Frasdorfs Bürgermeister Daniel Mair und die engagierten Vertreterinnen der Zivilgesellschaft, Sabine Löw-Wurmannstetter, Monika Leiser und Inge Graichen als Beisitzer. Fedor Volckmar-Frentzel wurde erneut zum Schatzmeister gewählt.

Neu in den Vorstand gewählt wurden als Beisitzer der Überseer Bürgermeister Herbert Strauch und Johanna Goder, die für Klimaschutzprojekte wissenschaftlich tätig ist.

Bilanz gezogen wurde in der Versammlung auch über die Förderperiode 2014 bis 2022. In den definierten Handlungsfeldern der LAG Chiemgauer-Seenplatte wurden 64 Projekte und 39 Maßnahmen im Projekt Bürgerengagement umgesetzt. Insgesamt wurden 2,9 Millionen Leader-Mittel in Projekten genehmigt, hinzu kamen Projekte, die über andere Fördermöglichkeiten umgesetzt wurden.

Noch im vergangenen Jahr 2022 starteten Projekte wie die Skateparks in Wasserburg und Bad Endorf, die mobile Bühne des Theatervereins Schnaitsee, die Bühnenbande Breitbrunn, eine Studie zur Wasserstoffnutzung in der Region, ein Projekt der evangelischen Kirche Breitbrunn oder das Projekt der Stiftung Attl, das die Förderung der Inklusion von Menschen mit Behinderung zum Ziel hat.

Der Leader-Koordinator beim Landwirtschaftsamt Rosenheim, Johann Kölbl, informierte die Mitglieder über den weiteren zeitlichen Ablauf zum Einstieg in die neue Leader-Förderperiode. Man könne davon ausgehen, dass der Lokalen Aktionsgruppe zunächst 1,2 Millionen Euro an Fördermitteln zur Verfügung stehen werden. Die Erfahrung aus der vergangenen Förderperiode zeige, so Kölbl weiter, dass sich dieser finanzielle Rahmen im Lauf der Zeit erweitern könne.

Derzeit werde vom Landwirtschaftsministerium an der neuen bayerischen Förderrichtlinie, an Fördersätzen und Antragsformularen beziehungsweise dem Online-Antrag gearbeitet. Er hoffe, dass diese bis Juli vorliegen, sodass die bereits zahlreich vorhandenen Projektideen konkret ausformuliert, zur Förderung beantragt und innerhalb eines Zeitrahmens von etwa zwei Jahren verwirklicht werden können.

Breite Palette an
Projekten angestrebt

Angesichts der sich abzeichnenden Rahmenbedingungen war man sich in der Versammlung einig, dass der Förderschwerpunkt nicht auf wenigen Großprojekten liegen solle, die die Fördermittel binden, sondern man mit einer Vielzahl an Projekten eine möglichst breite Wirkung erzielen und die Region in ihrer Entwicklung unterstützen wolle.

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