Aschau – Hans Hager aus Audorf hatte beim Bataillonsschießen der Gebirgsschützenkompanien des Bataillons Inn-Chiemgau auf der Schießstätte in Wössen den besten Treffer, wurde damit Schützenkönig und erhielt die Ehrenscheibe. Bei der Bataillonsversammlung der 17 Gebirgsschützenkompanien zwischen Bad Aibling und Bad Reichenhall im Café Pauli in Aschau-Höhenberg bedankte sich Gauhauptmann Hans Rucker bei allen, die in den vergangenen Jahren das wehrhafte Brauchtum aufrechterhielten „und sei es auch nur auf Sparflamme gewesen“.
Das Gauschießen der Marketenderinnen entschied Christine Perl aus Bernau für sich vor Gabi Haslberger, Wössen, und Marion Sarson, Aibling. Bei den Schützen siegte Willi Berger, Rosenheim, vor Hans Fischbacher junior, Raubling, und Ivo Oberauer, Wössen. Bei den Senioren erzielte Hans Schallinger, Traunstein, die beste Serie vor Oskar Landenhammer, Wössen, und Karl-Heinz Unger, Endorf. Die Mannschaftswertung entschieden die Hausherren aus Wössen für sich vor den Kompanien aus Traunstein und Reit im Winkl.
Das erste Vorderladerschießen des Bataillons fand auf der Schießanlage der Königlich-privilegierten Feuerschützen Prien statt. 34 Schützen und eine Marketenderin nahmen daran teil. Es gewann Oskar Landenhammer aus Wössen vor Olaf Ebecke, Raubling, und Rüdiger Wolfenstätter, Wössen. In der Mannschaftswertung holte sich die Kompanie Wössen-Achental den Sieg vor Raubling und Aschau I.
In seinem Rückblick gedachte Hauptmann Rucker des verstorbenen Ehren-Gauhauptmannes Anton Greimel.
Ausführlich ging Rucker auf die neuen und verschärften Bestimmungen zum Waffenrecht ein. Der Erwerb von Waffen ist nur mit einem Voreintrag möglich, dieser ist vor dem Erwerb zwingend beim Landratsamt einzuholen.
Der Kauf von „Kompanie-Waffen“, sei es Karabiner, Kleinkaliber oder Vorderlader, ist nur mit dem entsprechenden Bedürfnis-Nachweis möglich. Die Erlaubnis zum Führen und Erwerb von Schwarzpulver für die Vorderlader- und Böllerschützen läuft nun über die zuständigen Gemeinden, nicht mehr direkt über das Landratsamt. Die aktuelle Erlaubnis ist beim Gebrauch von Schwarzpulver mitzuführen.
Ausführlich ging Rucker auf die Neuigkeiten aus der Bundesgeneralversammlung ein. Hermann Ruhland, Oberleutnant der GSK Endorf, berichtete vom erstmalig durchgeführten Schießen für die „Taferlbuam“. Dieses wurde gut angenommen, 16 Buben waren eifrig und ehrgeizig bei der Sache. Im nächsten Jahr soll dieses Schießen erneut stattfinden. Rucker wies darauf hin, dass sich auch die Gebirgsschützen – wie die anderen Vereine im Ort – frühzeitig um den Nachwuchs in den Kompanien kümmern müssen. Er dankte der GSK Endorf ausdrücklich für die Durchführung dieser Veranstaltung.
Abschließend gab Rucker die Ausrichter der kommenden Bataillonsfeste bekannt. 2024 richtet es die GSK Raubling aus, 2025 Aibling, 2027 Samerberg und 2028 Flintsbach. Für 2026 wird noch ein Ausrichter gesucht. reh