Nachruf

von Redaktion

Pittenhart – Auf ihrem Sterbebild steht „Ganz still und leise, ohne ein Wort, gingst du von deinem Leben fort.“ Ganz still und leise ist am 29. März die Heinrich Wina, wie sie überall genannt wurde, im Seniorenheim in Bernau friedlich eingeschlafen.

Nachdem Ludwina Heinrich Mitte Februar erkrankte und auch noch zu Hause gestürzt war, kam sie erst ins Trostberger Krankenhaus. Von dort wurde sie für zwei Wochen in die Klinik nach Freilassing verlegt und kam anschließend zur Kurzzeitpflege in den Laurentiushof nach Bernau. Wina hat sich gut erholt und einer, für den 30. März vorgesehenen Rückkehr in ihr Zuhause nach Nöstlbach wäre nichts im Wege gestanden. Leider kam es dann aber ganz anders. Lebensfroh und gesellig war sie, fuhr gerne bei den Seniorenausflügen mit, besuchte gerne die Altennachmittage in der Gemeinde und mit ihrer Freundin Maria den Bauernmarkt in Obing, selten ließ sie einen Witwen-Stammtisch aus und die Ausflüge und Kaffeebesuche mit ihren Freundinnen und Nachbarinnen waren für sie eine willkommene Auszeit von ihrem Leben auf dem Hoaslhof in Nöstlbach.

Geboren ist Ludwina Antl, so war ihr Mädchenname, am 10. Januar 1934 in Amerang. Zusammen mit drei Geschwistern ist sie in einfachen Verhältnissen auf dem elterlichen Hof in Ellerding aufgewachsen. Ihre Schulzeit verbrachte sie in Amerang. Nach der Schulzeit hat Ludwina viel auf dem elterlichen Hof mitgearbeitet und später auch auf dem Hof ihrer Verwandten in Stacherding.

Zu der Zeit hat sie ihren späteren Mann, Georg Heinrich aus Nöstlbach, kennengelernt. Im Mai 1960 haben die beiden geheiratet. Nach der Hochzeit lebten das Paar auf dem Hoaslhof in Nöstl-
bach, den sie mit viel Mühe und Einsatz Stück für Stück umbauten.

Drei Kindern haben die Hoasl-Eheleute das Leben geschenkt. Im März 1960 ist Tochter Christa geboren, 1961 kam der Sohn Georg auf die Welt und im August 1966 dann Tochter Gerti.

Da ihr Mann berufstätig war, gehörte neben dem Haushalt, der Landwirtschaft, der Stallarbeit später auch die Pflege der Schwiegereltern zu ihren Aufgaben. Eine Erleichterung war es, als 1996 die Landwirtschaft aufgegeben wurde und Ludwina Heinrich endlich ein bisserl mehr Zeit für sich hatte.

Einen schweren Schicksalsschlag musste sie und die Familie 1995 mit dem sehr frühen Tod ihrer Tochter Christa hinnehmen. 2015 starb ihr Mann Schorsch nach einem Verkehrsunfall und seither lebte sie, mit Unterstützung ihrer Kinder Schorsch und Gerti, Schwiegertochter Monika und Schwiegersohn Michael alleine am Hof. Sehr viel Freude machten ihr die sechs Enkelkinder und die im März letzten Jahres geborene Urenkelin Sophia.

In einem feierlichen Requiem mit Pfarrer i.R. Christoph Kronast am 31. März in der Pfarrkirche St. Nikolaus haben die Kinder und Enkel zusammen mit den Verwandten, Nachbarn und Freunden von einer liebevollen und umsorgenden Mama und Oma Abschied genommen und den Sarg zu ihrer letzten Ruhestätte, dem Familiengrab auf dem Pittenharter Friedhof, begleitet. emk

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