Halfing – Schon im Oktober 2021 hatte sich der Gemeinderat Halfings für ein Markterkundungsverfahren nach der Richtlinie „Förderung zur Unterstützung des Gigabitausbaus der Telekommunikationsnetze in der Bundesrepublik Deutschland“ in Kombination mit der „Richtlinie zur Förderung des Aufbaus von gigabitfähigen Breitbandnetzen im Freistaat Bayern“ für alle Adressen im Gemeindegebiet ausgesprochen. Im Gemeindegebiet wurden dabei 51 von 916 Adressen als potenziell förderfähig eingestuft. Diese sogenannte Graue-Flecken-Förderung des Bundes wurde allerdings im Oktober überraschend gestoppt, sodass kein Förderantrag mehr gestellt werden konnte. Bürgermeisterin Regina Braun (CSU) gab weiter bekannt, dass diese Adressen jedoch voraussichtlich nun mithilfe der neuen Gigabit-Richtlinie des Bundes gefördert ausgebaut werden können. Die Förderquote beträgt bis zu 90 Prozent. Dabei übernimmt der Bund 50 Prozent, bis zu 40 Prozent das Land. Eine neue Kofinanzierungsrichtlinie des Landes soll Mitte des Jahres veröffentlicht werden.
Um das Förderprogramm in Anspruch nehmen zu können, müsse eine aktuelle Markterkundung durchgeführt werden. Geschäftsleiter Marco Binder ergänzte auf Nachfragen aus dem Gremium, dass Halfing bereits über einen gültigen Förderbescheid über Beratungsleistungen aus dem Breitbandförderprogramm 2021 verfügt. Dieser könne auch hier genutzt werden. „Dieser Förderbescheid wird wieder auf 50000 Euro aufgestockt, sodass für die Beratungsleistungen in diesem Förderprogramm die volle Summe zur Verfügung steht.“ Braun sagte noch, dass „nur auf Grundlage der neuen Markterkundung die förderfähigen Adressen im Rahmen der neuen Gigabit-Richtlinie des Bundes eruiert werden können“. Diese seien Basis für die formelle Beantragung der Fördermittel zum Ausbau.
Ohne Nachfragen stimmte der Gemeinderat einstimmig zu, ein Markterkundungsverfahren im Gigabit-Förderprogramm des Bundes 2023 durchzuführen und einen entsprechenden Förderantrag zu stellen. Die Firma Ledermann GmbH soll beauftragt werden. elk