Bairisches Philosophieren über Sperrstunden und Barhocker

von Redaktion

„Großstadt Boazn“ tritt im „Alten Wirt“ in Pfraundorf auf

Raubling/Pfraundorf – Endlich wieder Kultur, wieder „a Musi und a Gsang“ und das im urig-historischen Saal des „Alten Wirt“ in Pfraundorf gab es kürzlich mit der „Großstadt Boazn“. „Mia gfrein uns, endlich wieder a Kultur obiet´n zu kinna“, begrüßte Freie Wähler-Vorsitzender Stephan Hemberger die 125 Besucher.

Die Formation Birgit Tomys, Matthias Pürner und Benedikt Landenhammer als „Großstadt Boazn“ ließ sich nicht lange bitten und legte zünftig und witzig mit Musik und Gesang los, die sich um die „Boazn“, ein Trinklokal im kleinen Raum, drehten. Die präsentierten Stücke trugen vielsagende Bezeichnungen wie „Gulasch mit Kraut“, das Tomys an eine Essenseinladung mit „besonderem Küchenduft“ geschrieben hatte. Groß war das Gelächter, als sie sich „einen Nackerten“ gewünscht hätten, der plötzlich auftaucht. Dieser blieb zwar im Saal aus, aber nicht im lustigen Gesang.

Im zweiten Konzertteil war unter anderem „Barhocker“ zu hören, bei dem es philosophische Eindrücke musikalisch zu ergründen gab. „Schwing dein Arsch hoch, ziag a Weib hoam“, kam es derb im Lied „Moi schaun, moi schaun“ vor, in dem eine Mutter ihren in die Jahre gekommen Sohn endlich unter die Haube bringen will. „Sperrstunde“ lautete das Programm, bei dem die „Großstadt Boazn“ von der funkenübergreifenden Begeisterung des Publikums äußerst angetan war und selbst wahnsinnig „vui Spaß herom auf da Bühne“ hatte. Die „Sperrstunde“ sei dehnbar, hätten sie schon häufig erfahren, so die Musiker. Nach dem offiziellen Teil sahen die Besucher die „Sperrstunde“ aber noch lange nicht gekommen, sie forderten Zugaben, die gerne erfüllt wurden. Vermittler zwischen der „Großstadt Boazn“ und dem Veranstalter, die Freien Wähler Raubling, war deren Mitglied Max Hüttenhofer, der mit Pürner im Chor der Jungen Union Miesbach singt.ru

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