Frasdorf – Seit 1953 ist Georg Osterhammer Mitglied im Frasdorfer Trachtenverein Lamstoana. Vereinsvorsitzender Sebastian Graf zeichnete ihn beim Jahrtag in der Lamstoahalle für seine langjährige Vereinstreue aus. „Der Lerl-Schorsch war immer für den Verein da, wenn man ihn brauchte. Auf ihn war stets Verlass, egal welche Aufgaben anfielen“.
„21 Personen und
900 Jahre Erfahrung“
Auch Barbara Wagner ist mit 75 Jahren bereits eine kleine Ewigkeit Vereinsmitglied und war, solange sie konnte, bei allen Veranstaltungen mit dabei. Am Jahrtag war es ihr jedoch nicht möglich, teilzunehmen. Graf wird ihr die Ehrenurkunde überbringen. „21 Personen und 900 Jahre Erfahrung im Trachtenverein Lamstoana Frasdorf. Zwei 60er, 14 40er und drei 25er haben wir heute auf der Liste, wir sagen ein ganz herzliches Vergelt’s Gott an unsere Jubilare“, so Graf.
„Johann Aicher und Anna Koch traten 1963 in den Verein ein. Sie haben sich in 60 langen Jahren um die Trachtensache in Frasdorf verdient gemacht und erhalten die Ehrenurkunde für 60 Jahre aktive Vereinsmitarbeit. Es bleibt auch künftig dabei, ‚Oid und Jung miteinander‘ ist das Motto des Chiemgau-Alpenverbands und das Miteinander von Jung und Alt macht unser Frasdorfer Vereinsleben aus, der Trachtenverein führt die Generationen zusammen“, eröffnete der Vorsitzende Graf den Reigen der Ehrungen in der Lamstoahalle.
Das silberne Vereinsehrenzeichen für 40-jährige Mitgliedschaft erhielten Sebastian Bauer, Michael Gabriel, Hans Huber, Karl-Heinz Hüller, Michael Knipp, Hans Osterhammer junior, Hans Reichhold, Johanna Schäffer, Monika Staudhammer, Josef Stein, Johann Weber, Josef Weber, Sebastian Weber und Anni Wörndl. Josef Scheck, Bernhard Voggenauer und Rupert Wörndl wurden mit dem Abzeichen für 25 Jahre ausgezeichnet.
Der Gauvorsitzende des Chiemgau-Alpenverbands, Thomas Hiendl, erklärte: „Wir dürfen wieder zusammenkommen. Wir machen unsere Arbeit gemeinsam, egal ob jung oder alt. Wir pflegen unsere Bräuche, die wir von früheren Generationen übernommen haben, wir geben den kommenden Generationen Heimatbewusstsein und pflegen unsere Sprache, wir werden in der Öffentlichkeit wieder allgemein geschätzt und unser Rat ist gefragt. Wir haben auch nur wenig Nachwuchssorgen, aber wir müssen wachsam bleiben und dürfen uns nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen – wir bekommen auf die Dauer nichts geschenkt und müssen uns all das jeden Tag wieder hart erarbeiten.“
Mit dem Vereinsvorsitzenden Graf überreichte Hiendl das Gauehrenzeichen des Chiemgau-Alpenverbands für 40 Jahre aktive Mitarbeit im Verein und im Gauverband an Johanna Schäffer, Anni Wörndl, Sebastian Bauer, Johann Weber und Josef Weber. Graf und Hiendl riefen dazu auf, die heimische Tracht auch außerhalb von Trachtenveranstaltungen an den hohen kirchlichen Feiertagen zu tragen.
In seiner Vorschau auf das Trachtenjahr stellte Graf der Versammlung alles Wissenswerte rund ums gemeinsame Fest mit der Feuerwehr vom 17. bis 29. Mai vor. Das Zelt wird am 6. Mai angeliefert und aufgebaut, am 13. Mai ist die Gesundheitseinweisung für alle im Zelt tätigen Männer und Frauen. Für die Trachtenwallfahrt nach Raiten, am 18. Mai, wird ein Bus eingesetzt. Abfahrt ist um 8.15 Uhr am Busbahnhof. Das Preisplatteln am 2. Juli beginnt mit einem Frühschoppen um 11 Uhr. Anschließend ist der Wettbewerb der Plattler und Dreherinnen.
Der Verein nimmt am Festsonntag, 30. Juli, am Gaufest des Chiemgau-Alpenverbands in Reit im Winkl mit der Musikkapelle Großholzhausen und dem Leutewagen teil sowie am Trachtenfest in Hirnsberg am 13. August.
Blumenschale
am Kriegerdenkmal
Zu Beginn des Trachtensommers gedachten die Mitglieder beim Trachtenjahrtag ihrer verstorbenen und gefallenen Mitglieder. Pfarrer Hermann Overmeyer zelebrierte den Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Margaretha und sprach die Gebete am Ehrenmal. Beim Libera stellte Graf eine Blumenschale am Kriegerdenkmal nieder. Er erinnerte an die gefallenen Soldaten und die seit dem vergangenen Jahrtag verstorbenen Vereinsmitglieder.
Eindringlich ging er auf das aktuelle Weltgeschehen ein und betonte den Wert der Heimat und der Dorfgemeinschaft. Die Musikkapelle Wildenwart umrahmte den Festgottesdienst und das Libera.