Großkarolinenfeld – Der Gemeinderat Großkarolinenfeld beschäftigte sich in seiner jüngsten Sitzung mit der Frage, welche Straßen in der Gemeinde zu sanieren sind. Der Bauausschuss beschloss im Vorfeld den Eichen- sowie den Ahornweg aus dem „Asphaltprogramm 2023“, zu streichen.
Die Straßen wurden zurückgestellt, weil diese sich in direkter Nachbarschaft zu den kürzlich erneuerten „Süd-Straßen“ befinden, die sich hinsichtlich der Ausbaubeiträge noch in einem schwebenden Verfahren befinden. „Der Verwaltung wurde aufgetragen, sich anzuschauen, welche andere Bereiche sinnvoll für eine Sanierung wären“, berichtete Wolfgang Osterloher vom Bauamt. Eine ganze Reihe an Straßenabschnitten waren unstrittig.
Saniert werden soll „Am Weiher“, der Teilbereich zwischen Max-Josef-Straße und Lagerhausstraße, die Einmündung der Gemeindeverbindungsstraße Jarezöd und Ester, der Gehweg im Rosenweg an der Hausnummer 19 sowie punktuelle Schäden wie zum Beispiel in der Schultheiß-Gipp-Straße. Eine Pflasterfläche zwischen „Am Weiher“ und dem Erlenweg soll zurückgebaut werden. Diese Maßnahmen belaufen sich laut Bauamt auf rund 168000 Euro. Im Haushalt sind für die Straßensanierungen aber 250000 Euro eingeplant.
Die Verwaltung hat entsprechend empfohlen, zusätzlich die Gemeindeverbindungsstraße zwischen Hilperting und Gemeindegrenze zu sanieren. Die Kosten werden mit rund 108000 Euro berechnet.
„Ich finde, das ist eher ein optisches Problem“, meinte Michael Höhensteiger (FW-GBV). Monika Stöcklhuber (Bündnis 90/Die Grünen) erkundigte sich, ob man hier nicht nur einzelne Stellen ausbessern könne. Osterloher bejahte dies, doch gibt es damit schlechte Erfahrungen. Klaus Höglauer (PLW) meinte, wenn man es jetzt mitmachen könne, sollte man die Gelegenheit ergreifen. Mit neun zu neun Stimmen herrschte Gleichstand. Bürgermeister Bernd Fessler erklärte auf OVB-Nachfrage: „Bei Stimmengleichheit wie im vorliegenden Fall ist ein Antrag nach der Gemeindeordnung abgelehnt.“
Alternativ soll die Kreuzung Salinweg und Josef-Baumann-Straße saniert werden, erneut mit knappem Abstimmungsergebnis. Mit zehn zu acht Stimmen wurde der Bereich aber ins Asphaltprogramm aufgenommen. khe