Handwerkerpark soll Betriebe vor Ort unterstützen

von Redaktion

Dirtpark, Wohnraum und Gewerbe – CSU-Ortsverband informiert über aktuelle Lage in Neubeuern

Neubeuern – „Halbzeit in der Kommunalpolitik“ – unter diesem Motto lud der CSU-Ortsverband Neubeuern zu einem Diskussionsabend ins Gasthaus Hofwirt ein. Die CSU-Gemeinderäte berichteten aus ihrer Arbeit und diskutierten mit den zahlreichen Gästen über die weitere Entwicklung der Gemeinde Neubeuern. Unter der Moderation des Ortsvorsitzenden Florian Gerthner gaben die CSU-Gemeinderäte Michael Schneebichler und Konrad Stuffer sowie Zweiter Bürgermeister Wolfgang Sattelberger einen Abriss über die aktuellen Projekte der Marktgemeinde.

Jugendreferent Michael Schneebichler berichtete über die Erweiterung des Dirtparks. Durch die zusätzlichen Hindernisse ist die Neubeurer Mountainbikestrecke nun im Landkreis einzigartig und zieht inzwischen junge Fahrer aus der gesamten Region an. Eine Gruppe junger Neubeurer kümmert sich in Eigenregie um den Betrieb des Parks und plant, für den Sommer eine Dirtpark-Jam durchzuführen. Hier sind alle Bürger eingeladen, sich die beeindruckenden Sprünge einmal anzusehen. Darüber hinaus stellte Schneebichler den aktuell schwierig zu deckenden Bedarf an Betreuungsplätzen in Kinderkrippe und Kindergarten dar. Um die Situation zu verbessern, wird die Gemeinde das bisherige Pfarrheim für eine Erweiterung des Kindergartens um zwei Gruppen umbauen. Eine Einigung mit der Kirche wurde bereits erzielt.

Gemeinderat Konrad Stuffer gab einen Überblick über die Gemeindefinanzen anhand des Haushaltsplanes 2023. Stuffer sieht die Gemeinde solide aufgestellt, jedoch ohne großen Spielraum für zusätzliche freiwillige Aufgaben. Während die Einnahmen durch die Gewerbesteuer in Neubeuern traditionell durchschnittlich sind, lebe die Gemeinde von der hohen Einkommenssteuerbeteiligung. In den vergangenen Monaten seien mit dem Umbau des Klärwerks und dem Ankauf des neuen Rathauses wichtige Investitionen in die Zukunft der Marktgemeinde getätigt worden.

Zweiter Bürgermeister Wolfgang Sattelberger stellte die Bemühungen der Gemeinde dar, Einheimischen aller sozialen und Altersgruppen eine bezahlbare und angemessene Wohnung am Ort zu ermöglichen. Mit dem Partner Wasserburger Wohnungsbaugesellschaft ist bereits ein genossenschaftliches Projekt im Bau.

Für eine nachhaltige Entwicklung der Marktgemeinde sei es notwendig, dass sich auch die heimischen Handwerksbetriebe am Ort entwickeln können, so Sattelberger. Er schlug deswegen einen Handwerkerpark vor. Entsprechende Gespräche mit Grundstückseigentümern seien bereits am Laufen. Ihm ist dabei eine ortsbildverträgliche und der Betriebsstruktur angemessene Lösung wichtig.

Abschließendes Thema war die Verkehrssituation in Neubeuern, insbesondere an Tagen mit Blockabfertigung. Intensiv wurde über die schwierige Querung der Dorfstraße in Altenbeuern diskutiert. Eine Verbesserung könnte eine Ampel im Bereich des Trachtenheims bringen.

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