Nachruf

von Redaktion

Halfing – Seine letzte Ruhestätte fand Manfred Müller, der im Alter von 91 Jahren verstarb, auf dem Halfinger Friedhof. Diakon Horst Seipel und die Bad Endorfer Blasmusik gestalteten einen würdevollen Wortgottesdienst.

Geboren wurde Manfred in Wuppertal, wo er mit seinen Eltern sowie seinen zwei Brüdern aufwuchs. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Familie von dort vertrieben, während sein Vater an der Front kämpfte. Durch einige Zufälle verschlug es die Mutter dann mit den drei Buben nach Halfing, wo sie bei der Familie Entfellner in Lungham eine Bleibe fanden. Nach dem Kriegsende wanderte die Familie nach Amerika aus, doch der 15-jährige Manfred entschloss sich, alleine in Lungham zu bleiben und dort in der Landwirtschaft zu arbeiten.

Während dieser Zeit lernte er seine spätere Frau Klara kennen, mit der er 1959 den Bund fürs Leben schloss. Die beiden zogen in Klaras Elternhaus am Mühllandweg. Sohn Manfred, Tochter Johanna und Sohn Michael komplettierten das Familienglück.

Beruflich fasste Manfred den Entschluss, sich bei der Polizei zu bewerben. Nach der Ausbildung an der Polizeischule in Rothenburg ob der Tauber wurde er zur Polizeiinspektion Wasserburg versetzt, wo er bis zum Ruhestand tätig war. Ein schwerer und für ihn kaum zu verarbeitender Schicksalsschlag war der plötzliche Tod seiner Klara im Jahr 1995.

Manfred war ein begeisterter Musiker, der in mehreren Kapellen spielte. Besonders die Endorfer Blaskapelle lag ihm am Herzen, wo er über 50 Jahre als Tubaspieler aktiv war und zum Ehrenmitglied ernannt wurde.

In Halfing engagierte sich Manfred von 1972 bis 1990 im Gemeinderat. Er ging gerne zum Stammtisch und unterstützte viele Jahre die Brauerei Rothmoos. Seine größte Freude war aber das Familienleben sowie seine sieben Enkel und vier Urenkel.

Begleitet von den Klängen der Blasmusik Bad Endorf senkten sich die Fahnen des Halfinger Musik- und Gesangvereins, der Eintrachtschützen, des Veteranenvereins und des Trachtenvereins sowie der Feuerwehr zum letzten Gruß.böp

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