Rimsting – Wer auf Schusters Rappen in Rimsting durchs Westenbachtal zur Ratzinger Höhe wandert, der darf sich jetzt auf sieben herrlich illustrierte Stationen freuen, die Brauchtum in Wort und Bild lebendig werden lassen. Der Rimstinger Abschnitt des „Mund-Art-Wegs“ wurde dieser Tage offiziell von Bürgermeister Andreas Fenzl und Gabi Oberloher vom Tourismusbüro eröffnet. Viele Monate feilten die Priener Mittelschüler an den richtigen Übersetzungen.
Sieben Gemeinden
beteiligen sich
Mit diesem liebenswerten und charmanten Tourismus-Projekt, das sieben Gemeinden verbindet, ist dem Aschauer Tourismus-Chef Herbert Reiter als Ideengeber und Praxis-Klassenlehrer Franz Wagner ein ganz großer Wurf gelungen. Bei der offiziellen Eröffnung des Rimstinger Abschnitts ging Andrea Fischer von der Priener Mittelschule nochmals auf die Entstehungsgeschichte des „Mund-Art- Wegs“ ein. An dem Projekt haben sich neben Aschau, Prien, Eggstätt, Rimsting und Breitbrunn auch Gstadt und Bernau beteiligt.
Der Aschauer Tourismus-Chef Reiter sei auf die Idee zum Mund-Art-Weg gekommen und Wagner, Praxis-Klassenlehrer an der Priener Mittelschule, habe das Projekt an der Mittelschule vorgestellt. Markus Hübl, Rektor der Schule, habe das gut- geheißen. Passenderweise kommen auch die Schüler der Mittelschule großteils aus den Gemeinden, die nun am Gesamtwerk beteiligt sind. Jede Gemeinde wählte einen Oberbegriff aus, der sozusagen inhaltlich durchaus mit dem Ort in engerem Zusammenhang steht. Kein Wunder, dass Aschau „Genuss“ wählte, Bernau „Musik“ und Rimsting „Brauchtum“. Völlig überwältigt zeigten sich die Verantwortlichen und Beteiligten angesichts des überregionalen positiven Echos, so sei das Gesamtwerk „Mund-Art-Weg“ für verschiedene Preise vorgeschlagen, so Fischer.
61 Schilder
für 61 Begriffe
Insgesamt 61 Schilder mit 61 Begriffen, die es nur in Bayern gibt, umschrieben die Schüler der Mittelschule in verständlichen Worten, ließen sich dazu jeweils eine kurze Einführung einfallen. Bei der Eröffnung trugen Schülersprecher Linus Hamberger aus der zehnten Klasse, Mia Radtke und Lara Berencsi (beide siebte Klasse) laut vor, was der Wanderer hören kann, wenn er sich mit seinem Handy dem QR-Code auf den Tafeln nähert.