„Planung war anfangs sehr schwierig“

von Redaktion

Interview Kapellen-Vorstand Franz Schober über das Bezirksmusikfest in Nußdorf

Nußdorf – In der Zeit vom 17. bis 22. Mai 2023 steht Nußdorf am Inn ganz im Zeichen der Musik. Neben dem 57. Bezirksmusikfest Inn-Chiemgau steht das 160-jährige Jubiläum der Musikkapelle Nußdorf auf dem Programm. Das 57. Bezirksmusikfest des Musikbundes von Ober- und Niederbayern ist am Sonntag, 21. Mai. Dieses beginnt um 9 Uhr mit einem Kirchenzug zum Gottesdienst im Waldpark. Im Anschluss findet ein großer Festzug durch Nußdorf mit rund 30 Musikkapellen, vielen Vereinen und Festwagen statt. Trotz eines reichhaltigen Terminkalenders hatte der Vorstand der Musikkapelle, Franz Schober, Zeit für ein Interview mit dem OVB.

Wie haben Sie auf den Zuschlag für das Bezirksmusikfest reagiert?

Die gesamte Musikkapelle hat sich sehr über die Zusage zum Bezirksmusikfest in Nußdorf gefreut. Das Bezirksmusikfest ist definitiv ein besonderes Highlight im Musikantenjahr, auf das sich immer jeder sehr freut. Immerhin war das letzte Bezirksmusikfest 1982 in Nußdorf. Eigentlich hatten wir uns schon für einen früheren Termin beworben, wollten aber wegen des ebenfalls geplanten Gaufests 2021 uns auf 2023 festlegen, da sonst zwei Jahre in Folge ein großes Festzelt in Nußdorf gewesen wäre. Sehr gefreut haben wir uns auch über den Zusammenschluss mit dem Nußdorfer Krieger- und Veteranenverein, die ihr Fest im gleichen Zelt eine Woche vorher feiern werden.

Seit wann organisieren Sie das Fest?

Mit den Planungen zum Bezirksmusikfest haben wir im Dezember 2021 begonnen. Da ein Vorstand so ein großes Fest nicht alleine stemmen kann, wurde damals ein Festausschuss gebildet und die zahlreichen Aufgaben auf mehrere Schultern verteilt.

Was hat besonders

Nerven gekostet?

Die Planung war anfangs sehr schwierig, weil wir die Corona-Beschränkungen beachten mussten. Seinerzeit war ja noch alles komplett offen, wie Feste dieser Art unter diesen Bedingungen zukünftig stattfinden sollen.

Was funktionierte

sehr gut?

Die Zusammenarbeit mit Gemeinde und den anderen Ortsvereinen war von Anfang an einfach nur toll. Alle waren sofort begeistert und hilfsbereit. So konnten wir einige Aufgaben auch an andere Helfer abgeben. Dafür sind wir sehr dankbar.

Wie sind Sie auf die Festküche gekommen?

Auf die Festküche sind wir aufgrund von Empfehlungen gestoßen. Der Wirt brachte hervorragende Referenzen mit. In den Vorgesprächen konnten wir dann erkennen, dass uns hier nicht zu viel versprochen worden war. Die Abstimmung liefen bisher unkompliziert.

Wie aufwendig ist

die Organisation bei knapp 30 teilnehmenden Kapellen?

Die Organisation ist sehr umfangreich. Hier konnten wir allerdings auf eine Zusammenarbeit mit dem sehr kompetenten Musikbund von Ober- und Niederbayern (MON) setzen. Ebenfalls gelungen war auch die Zusammenarbeit mit Nachbarkapellen, die zuvor das Fest ausgerichtet hatten und auf deren Erfahrung wir nun zurückgreifen konnten. Da gab es nicht nur Ratschläge und viele gute Tipps, sondern auch gleich zahlreiche Hilfsangebote.

Auf welche Stolperfallen sind Sie gestoßen?

Es gab neue Auflagen vom Gesundheitsamt, mit denen wir nicht gerechnet haben. Nur eine geringe Auswahl von Festzeltbetreibern und Cateringfirmen können das alles überblicken und stemmen. Da sind wir momentan in guten Händen.

Was macht Ihr Nervenkostüm, je näher das Festwochenende kommt?

Ja, klar, ich bin schon sehr angespannt. Aber wer wäre das vor so einem großen Fest nicht? Ich hoffe, dass alles reibungslos funktionieren wird. Mich beruhigt, dass alle Vereinsmitglieder hervorragend zusammenarbeiten. Große Unterstützung erhalten wir auch von unseren Familien, ohne die würde es in solchen Zeiten unmöglich gehen.

Interview: Volkhard Steffenhagen

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