Bad Endorf – Mit dem Energieeffizienz-Netzwerk Rosenheim sei „ein schönes Netzwerk“ entstanden, bescheinigte Bürgermeister Alois Loferer (CSU) der Energie-Kooperation, die in 2020 begann und kürzlich endete. Im kommunalen Energieeffizienz-Netzwerk Rosenheim-Traunstein hatten sich die Kommunen Bad Endorf, Bad Feilnbach, Großkarolinenfeld, Neubeuern, Prien, Raubling, Rohrdorf, Schechen, Stephanskirchen, Tuntenhausen sowie die Gemeinden Siegsdorf und Waging am See aus dem Nachbarlandkreis Traunstein mit dem gemeinsamen Ziel zusammengeschlossen, „mit Unterstützung durch das Institut für nachhaltige Energieversorgung Rosenheim Erfahrungen auszutauschen und durch die Umsetzung von Maßnahmen signifikante Energie- und Treibhausgase einzusparen,“ informierte Endorfs Klimaschutzmanagerin Cindy Hesl, die das Projekt von Kämmerin Melanie van Lengen übernahm. Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz über die nationale Klimaschutzinitiative gefördert, so Hesl weiter.
Für Bad Endorf habe man einiges auf den Weg bringen können, angefangen mit der energetischen Datenerhebung zum Ist-Zustand von Rathaus, Bayerischem Roten Kreuz (BRK) und Endorfer Feuerwehr, der Breitensporthalle und der Schule in Stephanskirchen über die Festlegung der Einsparziele bis hin zu konkreten Maßnahmen. Hesl listete hier als Beispiele die Umstellung auf LED-Beleuchtung, den Austausch der Tore von Fahrzeughalle und Garage bei der Feuerwehr in Endorf und den teilweisen Austausch von Fenstern im Rathaus, BRK-Heim und der Grundschule in Stephanskirchen auf. Als weitere Maßnahmen sind unter anderem der Anschluss des Haus des Gastes an die Fernwärme, die Erweiterung der Photovoltaikanlage und Vergrößerung des Speichers auf der neuen Kindertagesstätte Katharina und die Errichtung einer Holzpelletsheizung mit Nahwärmenetz zur Versorgung von Breitensporthalle, Feuerwehrhaus, BRK-Heim und Mittelschule angedacht. Hesl erklärte abschließend, dass die Zahlen für sich sprechen. Statt der angedachten 107 Megawattstunden Endenergie konnten 136,2 Megawattstunden eingespart werden, bei der Primärenergie wurden statt 110 Megawattstunden 231,43 Megawattstunden erreicht und auch bei der Kohlenstoffdioxid-Einsparung war die Marktgemeinde mit 78,39 Tonnen pro Jahr statt 32 Tonnen pro Jahr erfolgreich. Hesl informierte abschließend, dass die Kommunen im Rahmen des Abschlusses Teilnahme-Urkunden erhielten und dass das Netzwerken fortgesetzt werden wird, aber Bad Endorf nicht weiter mitmacht.
Bürgermeister Loferer sagte, dass es für den Bericht über das Energieeeffizienz-Netzwerk keinen Beschluss brauche. Zudem warb er für das Stadtradeln, an dem sich die Marktgemeinde wieder beteiligen wird. Alle Bürger dürfen von Sonntag, 18. Juni, bis Samstag, 8. Juli, mitmachen, so der Rathauschef. Die Anmeldung sei ab sofort online möglich. elk