Ausstellung flankiert Feierlichkeiten

von Redaktion

Großes Doppeljubiläum – 250 Jahre Feuerwehr Eggstätt und Trachtenverein D‘Hartseer

Festleiter der Trachtler Ludwig Estner (von links) Zweiter Bürgermeister Hans Plank, Festleiter der Feuerwehr Benjamin Riedl, Bürgermeister Christian Glas, Landrat Otto Lederer, Vorsitzende der Feuerwehr Lisa Weber, Vorsitzender der Trachtler Sigi Hundhammer, Dritter Bürgermeister Gerhard Eder und Rudolf Lutz vom Hofbräuhaus Traunstein stoßen zur Eröffnung an.Foto Kirchner

Eggstätt – Statt ein Band durchzuschneiden, zapfte Landrat Otto Lederer ein Fass bei der Eröffnung der Ausstellung zum Doppeljubiläum 250 Jahre Feuerwehr und Trachtenverein in Eggstätt an. Dritter Bürgermeister Gerhard Eder begrüßte zahlreiche Ehrengäste zur Eröffnung der Ausstellung auf dem Eggstätter Rathausplatz. Auch die Vertreter der Jubilarvereine wie Lisa Weber für die Feuerwehr und Sigi Hundhammer für die Trachtler freuten sich über die rege Teilnahme.

Start der
Festwoche Mitte Juni

Die Festwoche beginnt erst am Donnerstag, 15. Juni, umso schöner sei es, so Hundhammer, dass auch die Ausstellung so großen Anklang finde. Landrat Otto Lederer gratulierte den beiden Vereinen. „Wo steht man, wo will man hin und wo kommt man her? Zukunft braucht Herkunft.“ Diese Wurzeln genauer zu durchleuchten, nicht nur die Geschichte des Ortes und der Vereine, sondern auch der allgemeinen Geschichte, sei wichtig. Er erinnerte, dass es vor 1865 nur 54 Feuerwehren in ganz Bayern gegeben hätte. Nach dem deutsch-französischen Krieg 1870/71 hätte sich diese Zahl schnell auf über 3000 erhöht. Dass ein dicht gezogenes Netz an Feuerwehren Sinn mache, hätten die Soldaten als positive Erfahrung aus Frankreich mitgenommen. So nehme es nicht Wunder, dass die Feuerwehr Eggstätt heuer 150 Jahre Bestehen feiern dürfe. Und der Trachtenverein D’Hartseer mache sich seit 100 Jahren um das Bewahren von Tradition, Sitte und Tracht, Mundart und Theater verdient. Kulturreferent Christoph Maier-Gehring lobte ebenfalls das Engagement der beiden Vereine, die nicht nur untereinander gern gemeinsam wirkten, sondern auch für ein gutes Miteinander in der Gemeinde sorgten.

Er wartete mit Zahlen auf: Der bayrische Trachtenverband zählt rund 800 Vereine in 22 Gauen, „ein fester Bestandteil der bayrischen Kulturszene,“ zu denen auch die Trachtler aus Eggstätt gehören. Bayernweit kümmern sich circa 326000 aktive Feuerwehrleute, darunter 315000 Ehrenamtliche und 32000 Frauen, mit steigender Tendenz, um den Brandschutz. Kurzum 7500 Feuerwehren mit sieben Berufsfeuerwehren, zu denen auch die Eggstätter Wehr gehöre. Wie schon sein Vorredner, lobte Maier-Gehring, dass die Gemeinde eine Ausstellung zum Doppeljubiläum auf die Beine gestellt habe. Zwischen den Reden boten die Trachtenkinder Tänze dar, die Goaßlschnalzer zeigten ihre Kunst, die Jugendfeuerwehr simulierte einen Brandeinsatz und die Musikkapelle wartete mit flotten Weisen auf.

Schließlich ging es an die Eröffnung der Ausstellung. Passend zum bayrischen Brauch besorgten die Organisatoren ein Bierfass, das Landrat Otto Lederer mit einigen Schlägen anzapfte. Bei dem schönen Wetter lockte es zwar am Eröffnungsabend nicht allzu viele Besucher in die Ausstellung, aber selbst ein kurzer Rundumblick machte Lust auf ein Wiederkommen und ein längeres Verweilen.

Wahre Schätze
aus alten Tagen

Trachtengwand aus alten Tagen samt Hüten, Brandlöschgeräte von anno dazumal, die erste Vereinsfahne der Egstätter Wehr oder das Eggstätter Trinkhorn, aus dem Prinz Ludwig, der spätere König Ludwig III, anläßlich seines Besuchs am 23. August 1885 bei seiner Begrüßung trank. Teils aus Vereinsbeständen, teils mit privaten Leihgaben haben die Ausstellungsmacherinen Julia Hausmann und Pia Steen von der Tourist-Info mit den Vereinen wahre Schätze zusammengetragen und mit dem Bauhof und den Vereinen aufgebaut.

Informationen zur Ausstellung

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