Aschau – Die Anzahl der Einwohner in Aschau ist konstant. Zwar gab es nur 33 Geburten gegenüber 97 Sterbefällen, die Zahl wurde durch den vermehrten Zuzug ins Obere Priental aber bei Weitem ausgeglichen. Diese Statistik präsentierte Bürgermeister Simon Frank bei der Bürgerversammlung.
5768 Einwohner sind mit Erstwohnsitz gemeldet. Dazu kommen 1126 Personen, die mit Zweitwohnsitz angemeldet sind. Dabei sind die älteren Jahrgänge in der Gemeinde deutlich überrepräsentiert: 2166 Bürger, also rund ein Drittel, sind älter als 66 Jahre. 3780, also 55 Prozent, sind im erwerbsfähigen Alter zwischen 19 und 65 und 893, also 15 Prozent, sind unter 18. Den Bund fürs Leben haben 62 Paare im Standesamt geschlossen.
Alle Aschauer Kitas
suchen Erzieher
Nach den Einwohnerzahlen ging der Bürgermeister auf die Mitarbeiter der Gemeinde ein. 192 Arbeitnehmer sind in Aschau beschäftigt, mit 89 die meisten im Seniorenheim Priental, gefolgt von der Verwaltung im Rathaus mit 35 sowie 18 in den gemeindlichen Kindertagesstätten. Dabei arbeiten einige nur halbtags oder in anderen Teilzeitmodellen, sodass sich die Mitarbeiterzahl auf 130 Planstellen reduziert. Zurzeit werden für alle Kitas Erzieher oder Kinderpfleger gesucht.
Alle Aschauer und Sachranger Kinder haben einen Kindergarten- und Kinderkrippenplatz. In den drei gemeindlichen Einrichtungen arbeiten 17 Fachkräfte und elf Ergänzungskräfte. Diese betreuen 44 Krippenkinder und 168 Kindergartenkinder, davon 17 Kinder mit Migrationshintergrund aus elf Nationen und vier Inklusionskinder. An der Preysing Grundschule unterrichten 18 Lehrkräfte 59 Buben und 69 Mädchen in den Klassen eins bis vier.
Ferienprogramm ist
in Vorbereitung
Jugendsozialarbeit, Kinderhort, Mittagsbetreuung, Schulschwimmen, Klassenmusizieren und Schülerorchester sind weitere Leistungen der Gemeinde Aschau für ihre Kinder und Jugendlichen. Das Ferienprogramm für diesen Sommer ist bereits in Vorbereitung.
Der Haushalt der Gemeinde bleibt ausgeglichen, die Sparmaßnahmen der vergangenen Jahre haben deutlich gegriffen, sagte Bürgermeister Frank. Der Verwaltungshaushalt ist in diesem Jahr mit 16,5 Millionen Euro angesetzt, der Vermögenshaushalt mit 12,1 Millionen Euro. Insgesamt belief sich der Haushalt auf knapp 29 Millionen Euro.
Etwa zwei Drittel der Einnahmen stammen aus dem Anteil an der Einkommenssteuer und der Schlüsselzuweisung. Gewerbesteuer, Grundsteuer sowie Kanalgebühren bringen den Löwenanteil der weiteren Mittel ein. Bei den Ausgaben seien die Personalkosten, die Kreisumlage sowie die Umlagen an andere Träger die wiederkehrenden Posten im Haushalt. Auch die künftigen Baumaßnahmen sind bedeutend. Für Hoch- und Tiefbau sind 9,42 Millionen Euro vorgesehen.
921 Euro Schulden
pro Einwohner
Rund 5,2 Millionen Euro Schulden rechnete der Kämmerer Christoph Kraus für das Vorjahr aus, das heißt, auf jeden Bürger entfallen aktuell 921 Euro. Zählt man die Schulden des gemeindlichen Seniorenheims Priental dazu, wachsen die Verbindlichkeiten auf je 1282 Euro an. Die Entwicklung des Schuldenstandes sei gut verlaufen. Das sei notwendig, denn auch in Zukunft stünden noch einige kostenintensive Projekte an, die nicht nur auf dem Wunschzettel stehen bleiben sollen. Etwa die Priental-Halle, laufende Maßnahmen zur Abwasserentsorgung sowie zur Strom- und Trinkwasserversorgung, Hochwasserschutzmaßnahmen, der Breitbandausbau sowie weitere Entwicklungen der Nahwärmeversorgung.