Bad Endorf – In Bad Endorf wurde die Premiere für das Stück „Irmengard vom Chiemsee“ im Theaterhaus gefeiert. Eindrucksvoll wurden Personen und Geschehnisse aus der Zeit der Seligen Irmengard von Frauenchiemsee dargestellt.
Neue Leiter sind Julia und Werner Hofmann
Die Neu-Einstudierung und Spielleitung lag in den Händen von Gemeindereferent Werner Hofmann vom Pfarrverband Westliches Chiemseeufer und seiner Frau Julia.
Bereits zum fünften Mal in der Geschichte des Bad Endorfer Volkstheaters wurde die Schutz-Heilige des Chiemgaus als Bühnen-Thema ausgesucht. Nach 1949 mit Marianne von Bernsdorf, 1968 mit Resi Hartl, 1983 mit Karoline Schauer und 1999 mit Paula Aiblinger übernahm nunmehr Barbara Bichler die Hauptrolle als erwachsene Irmengard, Tochter von König Ludwig dem Deutschen.
Die Irmengard-Rollen als Kind und als Jugendliche spielten Sarah Aiblinger und Josefa Roßmy. Den Einstieg in die gut zweistündige Vorstellung mit neuartigem Bühnenbild-Wechsel machte deutlich, dass es sich um eine komplett neue Einstudierung handelt, dazu erklärten Julia und Werner Hofmann: „Das Theaterstück trägt viele Handschriften, die Besucher sehen ein Gesamtkunstwerk aus vielen Händen und Gedanken.
Von der Gestaltung des Bühnenbaus und der Bühnenmalerei, über die Farbgebung der Lichttechnik bis hin zur detailreichen Arbeit der Kostümbildnerinnen und der Maske.“ Eine weitere Besonderheit war die musikalische Ausgestaltung, zur Zusammenarbeit mit dem Halfinger Bläserkreis hieß es: „Durch die Kompositionen von Matthias Linke vertieft sich das Geschehen auf der Bühne, verstärkt sich der Ausdruck der Schauspielenden und bietet den Zuschauern Musik von einem sechsköpfigen Bläserensemble.“
Zusätzliche positive Effekte waren ein aufwendig gestalteter Scherenschnitt der Schüler der fünften und elften Klasse vom Ludwig-Thoma-Gymnasium in Prien unter der Leitung von Kunstlehrerin Marie-Therese Hohe sowie ein Film zur Ouvertüre von Eva Karl.
Verbindung zwischen damals und jetzt
Für die Spielleitung gab es einige Herausforderungen, unter anderem, um der 233-jährigen Geschichte des Volkstheaters von Bad Endorf gerecht zu werden und zum Weiteren, eine Verbindung zwischen damals und jetzt zu ermöglichen. Dazu heißt es im Programmheft: „Irmengard, die Königstochter, legt einen weiten Weg von der Macht zur Ohnmacht zurück, von der Welt der Herrschenden zur Welt der Ärmsten. Wenn auch wir als Zuschauer diesen Weg mitgehen, so werden uns die einfachen Leute, die Tagelöhner und Bauersfamilien immer wichtiger.“
Theatervorsitzender Konrad Schlaipfer begrüßte bei der Premiere eine Reihe von Ehrengästen. Zu ihnen gehörten Weihbischof Rupert Graf zu Stolberg, eine Anzahl von den Barmherzigen Schwestern in München, Schwestern aus dem Konvent des Klosters Frauenchiemsee, Landrat Otto Lederer, Bezirksrat und Bayernbund-Vorsitzender Sebastian Friesinger, Bürgermeister Alois Loferer, Landtagsabgeordneter a.D. Adolf Dinglreiter sowie als Vertreter des Bayerischen Trachtenverbandes Georg Westner und Gauvorsitzender vom Gauverband eins, Michael Hauser.
Weitere Aufführungen des Stücks im Theaterhaus sind bis Sonntag, 2. Juli, immer sonntags um 14 Uhr und freitags ab 9. Juni um 20 Uhr. Karten sind eine Stunde vor Beginn an der Tageskasse oder im Vorverkauf montags, mittwochs und freitags von 9 bis 13 Uhr unter Telefon 08053/3743 erhältlich.
Weitere Informationen gibt es unter www.theater-endorf.de.