Großkarolinenfeld – Es ist schon etwas holprig, wenn man auf der Großkarolinenfelder Karolinenstraße fährt. Schlaglöcher und Spurrillen prägen die Fahrbahn. Der Gemeinderat hat daher beschlossen, die Verbindungsachse durch den Ort zu erneuern. In der vergangenen Sitzung stellte der Planer vom Ingenieurbüro Roplan, Georg Schollerer, den Vorentwurf der Maßnahme vor.
Schwierigkeiten bei
Barrierefreiheit
Die Straße soll zwischen der Einmündung zur Bahnhofstraße bis zur Marienberger Straße saniert werden – eine Strecke von rund 500 Metern. „Wir haben hier einen schlechten Zustand, auch die schmalen Gehwege entsprechen nicht mehr dem aktuellen Standard“, so Schollerer. Ein Problem sei auch die Bushaltestelle auf Höhe der Schulturnhalle. Durch die kurze und starke Ausbuchtung könne der Linienbus die Haltestelle nicht parallel anfahren. Beim Ein- und Ausstieg müsse daher eine Lücke zwischen Haltestelle und Bustür überwunden werden. Das sei insbesondere für Menschen mit Mobilitätseinschränkung schwierig. Laut Plan soll die Ausbuchtung für den Bus entsprechend in die Länge gezogen werden. In dem Bereich ist außerdem eine Überquerungshilfe für Fußgänger vorgesehen, die an beiden Seiten bepflanzt werden soll. Schollerer schlug Bäume mit hoher Krone vor, sodass die Sicht auf die Personen auf der Mittelinsel nicht beeinträchtigt werde. Auch ein Zebrastreifen ist hier geplant.
Der Straßenquerschnitt sieht eine sechs Meter breite, asphaltierte Fahrbahn sowie beidseitig einen 1,80 Meter breiten, gepflasterten Gehweg vor. Außerdem ist eine Neuverlegung von Schmutzwasser- und Regenwasserkanal nötig. Die Trinkwasserleitung wird erneuert und es werden Leerrohre für Glasfasern verlegt. Die Kostenschätzung beläuft sich auf 2,45 Millionen Euro.
Die Ausführung soll im nächsten Jahr starten. Bauamtsleiter Markus Czaja geht davon aus, dass die Arbeiten im Sommer 2025 beendet sind.
Kein Pflaster im
Einmündungsbereich
Irmi Huber (CSU) lobte den geplanten Zebrastreifen. „Das sollten wir dort unbedingt realisieren“, betonte sie. Johann Kosek (PLW) fragte nach der Notwendigkeit einer vorgesehenen, gepflasterten Einmündung in die Bahnhofstraße. „An anderer Stelle im Ort – Am Weiher – entfernen wir die Pflasterung gerade wieder“, erinnerte er. Bauamtsmitarbeiter Wolfgang Osterloher erklärte, dass es hinsichtlich der Städtebauförderung eventuell gewünscht sei. Im Bauamt sei man auch kein Freund von Pflaster im Einmündungsbereich und versuche, darauf zu verzichten.
Der Gemeinderat bewilligte den Vorentwurf einstimmig.