Weit über 350 alte Traktoren, Bulldogs und Zugmaschinen kamen zum Aschauer Bulldogtreffen

von Redaktion

Für die einen sind sie nur noch Alteisen und für die anderen sind sie der Sinn des Schrauber- und Tüftlerlebens: Weit über 350 alte Traktoren, Bulldogs und Zugmaschinen kamen zum 14. Bulldogtreffen der Aschauer Bulldogfreunde erstmals auf den Festplatz an der Schützenstraße in Aschau. „Wir machten nach dreijähriger Pause wieder unser Treffen, dieses Mal am neuen Platz“, berichtet Sebastian Bichler von den Aschauer Bulldogfreunden, „unsere Erwartungen wurden weit übertroffen“. Die Bulldogvereine aus der Region waren vollzählig mit ihren Prachtstücken in Aschau erschienen, die weitesten kamen bis aus dem Allgäu nach Aschau. Und was waren da alles für Schätzchen mit dabei: Die Aschauer hatten mit dem Lanz HL Rohölschlepper mit seinen zwölf Pferdestärken aus dem Jahr 1921 einen der ältesten Traktoren überhaupt. Schwere Traktoren auf Vollgummireifen und schwarzem Eisen waren vertreten, zwei Dreschmaschinen liefen, daneben die drei Kettenkräder von Paul Kink, die nach dem Krieg bei der Holzbringung im Forsteinsatz auf den Bergen waren.

„Schau Bua, der kloane grüne Kramer da, das war unser allererster Bulldog, den hat unser Großvater damals 1955 gekauft!“ Mancher Landwirt, der als Besucher zum Bulldogtreffen nach Aschau kam, fand den Gefährten seiner Jugend wieder, eifrig wurde an allen Fahrzeugen und Maschinen gefachsimpelt.

Ein paar Tausend Interessenten kamen bei schönstem Sommerwetter zum Gelände an der Schützenstraße und machten sich selbst ein Bild von den Neuigkeiten auf den Landmaschinenmessen der 50er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Lanz, Holder, Deutz, Kramer, Hanomag, Fendt, Schlüter, Porsche oder Eicher, die längst vergangene Technik-Geschichte sind und nur noch den Sammlern ihr Dasein verdanken. „Die Bulldogs damals nach dem Krieg haben halt noch einen Charakter gehabt“, so Sebastian Bichler. „Die Bulldogs früher waren vielleicht nicht so funktionell wie die heutigen Maschinen, aber mit denen konnte man noch reden und alles selber machen.“ Nebenbei wurde noch getauscht und gehandelt, an allen Ecken versuchten die Sammler, neue Schätzchen zu erwerben, Ersatzteile für ihre eisernen Rösser zu erhalten oder einfach noch ein paar Raritäten dazuzubekommen. Neben den Traktoren fanden auch noch ein paar Auto-Oldtimer einen Platz, dazu Mopeds und Motorräder aus den 60er- und 70er-Jahren von Fabrikaten, die bereits Legenden sind. Fotos / Text Rehberg

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