Nußdorf – Am vergangenen Sonntag fand ein Berggottesdienst am Heuberg statt, bei dem zu Ehren des verstorbenen ehemaligen Bürgermeisters von Nußdorf, Sepp Oberauer, ein neues Bergkreuz geweiht und errichtet wurde.
Die Idee, ein weiteres Bergkreuz im Rahmen des geplanten Gaufests am Heuberg zu errichten, beschäftigte bereits vor einigen Jahren die aktiven Plattler des Nußdorfer Trachtenvereins. In einem Gespräch zwischen Fabian Stuffer, Zweiter Vorsitzender des Trachtenvereins, und Sepp Oberauer entstand schließlich der Gedanke, anstelle eines neuen Kreuzes ein bereits vorhandenes, aber verwittertes Kreuz zu ersetzen. Das Kreuz wurde ursprünglich 1967 errichtet und war mittlerweile in die Jahre gekommen.
Die Plattler machten sich also auf die Suche und fanden am Heuberg ein passendes Kreuz am Grasbuckel, das infrage kam. Sie unterbreiteten Sepp Oberauer den Vorschlag, es zu ersetzen. Sepp Oberauer, selbst aktives Mitglied des Trachtenvereins, stimmte dem Vorhaben zu und bot seine Unterstützung an. Leider verstarb er jedoch am Sonntag, 15. August, im Alter von 62 Jahren nach langer Krankheit. „Aber was ausgemacht ist, das ist ausgemacht“, sagte Fabian Stuffer in seiner Ansprache, so wurde beschlossen, das Vorhaben in die Tat umzusetzen und das Kreuz Sepp Oberauer zu widmen.
Bei dem Berggottesdienst lobte und dankte die Bürgermeisterin von Nußdorf, Susanne Grandauer, den engagierten Plattlern, die die Erneuerung des Bergkreuzes zu ihrer Herzensangelegenheit gemacht hatten.
„Wir wollen das Kreuz heute gemeinsam meinem Vorgänger im Amt widmen, um der vielen Verdienste willen, die er sich für unsere Gemeinde erworben hat. Seine tiefe Verbundenheit mit den Ortsvereinen, darunter vor allem mit dem Trachtenverein, den Plattlern, Goaßlern und Theaterspielern, ist bekannt.
Umso mehr würde er sich freuen, dass sich diese der Restauration des Gipfelkreuzes angenommen haben. Dafür ein herzliches Dankeschön und Vergelt’s Gott“, sagte sie in ihrer Ansprache an die rund 400 Gäste. Sepp Oberauer war ein lnntaler Urgestein. Den Heuberg, der im Dreieck zwischen den vorgelagerten Hügeln des Samerbergs, dem Hochriesgebiet und dem Kranzhorn liegt, hat er besonders gerngehabt. Er bot ihm eine wunderschöne Aussicht über seine geliebte Heimat und weit darüber hinaus. „Wahrscheinlich ist es ihm genauso ergangen wie uns, wenn wir oben auf unserem geliebten Hausberg stehen: Man fühlt sich dem Himmel ein Stück näher und wird demütig vor der Schönheit der Schöpfung“, sagte Susanne Grandauer und sprach den rund 400 Teilnehmern der Bergmesse aus vollem Herzen.
Die heilige Messe am Heuberg wurde zelebriert von Pfarrer Christoph Rudolf (Pfarrverband Neubeuern/Nußdorf), Pater Krzysztof Domagalski (Pfarrverband Halfing) und Pfarrer Dr. Darius Magunda (Urlaubsvertretung im Pfarrverband Neubeuern). Nach dem Gottesdienst wurde das Bergkreuz am Grasbuckel aufgestellt, wo es weithin im oberen Inntal sichtbar ist.stv