Leserforum

„Abstruse Pseudo-Gegenargumente der Umgehungsverhinderer“

von Redaktion

Zum Leserbrief von Alois Aicher zum Thema „Ortsumfahrung doch noch“ (Lokalteil):

Hoffentlich kommt die Ortsumfahrung noch, sodass unser Ort wieder lebenswert wird. Der Bericht des Leserbriefschreibers, der ortsfern wohnt, ist inhaltlich mangelhaft, schlecht recherchiert und polemisch gegen eine Umgehungsstraße. Die stark vereinfachte Darstellung der unerträglichen Situation stellt er bemerkenswerterweise als nicht auszuhaltenden Verkehrslärm dar. Er hat weder für diese unerträgliche Situation noch für das frühzeitige Versterben seiner Mitbürger, für die Verminderung der Unfallgefahren, die Schäden an der Infrastruktur der Straßen und Gebäude und für das gefahrlosere Queren der Schulkinder und Älteren der Durchgangsstraßen eine Lösung dargestellt. Diese Zumutung seinerseits für den Ort und der Bürger muss man verstehen können. Im Gegenteil bürdet er seinen Mitbürgern und dem Ort mit den Argumenten einer irgendwie „Patt-Situation“ oder einem nebulösen „Riesenaufwand“ diese Zukunftsaussichten auf. Auch das Argument lieber gar nichts zu machen, als eine Teilentlastung der Bürger herbeizuführen, ist menschenverachtend und entspricht den abstrusen Pseudo-Gegenargumenten der Umgehungsverhinderer. Das bedauernswerte Gezerre um die Verkehrsproblematik in Bad Endorf und Prien ist die Folge einer nachhaltigen Verweigerung einer Umgehung durch deren Gemeinderäte über Jahrzehnte und nicht wegen „gewaltigen Aktivitäten, die nichts bringen“. Bei beiden Orten wurde dadurch eine mögliche Umgehung unrealisierbar. In Halfing wird ebenso seit annähernd 90 Jahren um eine Umgehung unsäglich gezerrt. Die Umgehungsverhinderer in Halfing sind dauerhaft lernresistent und wünschen sich für die Zukunft die unzumutbaren Bad Endorfer und Priener Verhältnisse. In vielen Nachbarorten werden einfach Umgehungen gemacht.

Rainer Zahnweh

Halfing

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