Raum für unterschiedliche Menschen

von Redaktion

Aschauer Pfarrheim für 1,2 Millionen Euro saniert – 85 Prozent zahlt Erzbistum

Aschau – „Mein Wunsch für das neue Pfarrheim: Dass sich viele unterschiedliche Menschen in den Räumlichkeiten wohlfühlen und dass in diesen Begegnungen spürbar wird, wozu Jesus die Jünger ausgesandt hat, Friede in diesem Haus“, eröffnete Pfarrer Paul Janßen nach dem Abschluss der Renovierungsarbeiten das neue Aschauer Pfarrheim.

Festgottesdienst
und Ehrensalut

Mit einem Festgottesdienst, umrahmt vom Orchester, vom Kirchenchor und Picantus-Chor unter der Gesamtleitung von Christine Klinger feierten die Aschauer das Ereignis. Die Fahnenabordnungen aller Vereine, Männer und Frauen in der Tracht ihrer Vereine und Korporationen, die Vertreter der Kirchenverwaltungen und des Pfarrgemeinderates und Bürgermeister Simon Frank mit den Vertretern des Aschauer Gemeinderates feierten miteinander das neue Haus. Die Gebirgsschützenkompanie Aschau schoss einen Ehrensalut zu diesem Ereignis. Gläubige aus allen Pfarreien des Pfarrverbands Oberes Priental, aus Frasdorf, Umrathshausen und Sachrang freuten sich mit den Aschauern über das gelungene Werk. Pfarrer Janßen und Verwaltungsleiterin Regina Schlemer bedankten sich bei allen, die zum Erfolg des Projektes beigetragen haben, allen voran bei Kirchenpfleger Werner Weyerer, der täglich auf der Baustelle anzutreffen war. Ihr Dank galt auch den Architekten und Planer, den Handwerkern und den vielen ehrenamtlichen Kräften. Die ausführenden Firmen kamen fast alle direkt aus Aschau und der Region. Zusammen mit Pfarrer Janßen pflanzte Bürgermeister Frank einen Apfelbaum vor dem Eingang.

2019 stellte die Aschauer Kirchenverwaltung den ersten Antrag auf eine Renovierung des Pfarrheims aus dem Jahre 1977. Das Heim sei in die Jahre gekommen und entspreche nicht mehr den Ansprüchen, die an ein heutiges Pfarrheim gestellt werden, sei es im Bereich Energie und Heizung, beim Brandschutz oder bei der Ausstattung der Räume. Das Architekturbüro „m²-Architekten“ in München hat gemeinsam mit der Kirchenverwaltung ein umfassendes Sanierungskonzept ausgearbeitet. Nach einer Vorplanungsphase erteilte das Erzbischöfliche Ordinariat München im April 2022 die Baugenehmigung, damit verbunden war auch die Zusage, dass 85 Prozent der Baukosten durch das Erzbistum München und Freising übernommen werden, 15 Prozent hat die Pfarrgemeinde selbst zu erbringen.

Energetisch saniert und barrierefrei

Das Gesamtbudget des Umbaus beträgt rund 1,12 Millionen Euro, für die energetische Sanierung steuert auch der Bund 74000 Euro bei. Im Vordergrund der Maßnahmen stand eine energetische Sanierung samt dem Einbau einer neuen Pellets-Heizung und die Verbesserung der Barrierefreiheit. Zudem galt es, die aktuellen Brandschutzbestimmungen zu erfüllen und einen zweiten Notausgang zu errichten. Der Wunsch vieler regelmäßiger Pfarrheimbesucher nach mehr Tageslicht im Saal und einer Garderobe im Eingangsbereich wurde ebenfalls umgesetzt.

Pfarrer Janßen gab dem neuen Haus den Segen der Kirche. „Das Gemeinschaftsleben braucht Räume für die Begegnung und Orte, an denen man zusammenkommen kann. Sinn und Zweck eines Pfarrheims wie des unseren ist es, solche Gemeinschaftsräume zu schaffen, sie ansprechend zu gestalten und von Zeit zu Zeit von Grund auf zu renovieren. Das Pfarrheim ist für alle da. Wir werden an den Türen nicht danach fragen, ob jemand betet oder nicht, ob jemand katholisch, evangelisch, konfessionslos ist oder einer anderen Religion angehört, ob jemand ausgetreten ist oder die Kirchen- und Pfarrzugehörigkeit aufrechterhält. Das Pfarrheim ist kein Haus für einen inneren Zirkel, sondern Begegnungsstätte für viele unterschiedliche Menschen.

Dennoch ist dieses Haus nicht einfach ein neutrales Gebäude, chemisch rein von jeder christlichen Wirkung nach außen. Wir wissen uns als Pfarrgemeinde dem Grund unserer Gemeinschaft verpflichtet, Jesus Christus mit seiner Einladung, kommt alle zu mir“, so Janßen.

Artikel 9 von 11