Zum Leserbrief „Notwendigkeit statt gepriesene Innovation“ von Edith Riedl:
Der Leserbrief von Frau Edith Riedl aus Neubeuern hat genau den Nagel auf den Kopf getroffen.
Auch in Aschau im Chiemgau, wo eine orthopädische Kinderklinik vorhanden ist, besteht keine Möglichkeit eines behindertengerechten Einstiegs in die Triebfahrzeuge der DB, bedingt durch den zu niedrigen Bahnsteig.
Ein handbetriebener Hubwagen ist vorhanden, den man aber einen Tag vorher bestellen muss, da kein Personal vorhanden ist, so wie es früher war. In Bezug auf behinderte Fahrgäste ein äußerst mangelhafter Service.
So ist es auch mit den Fußgängerüberwegen in Aschau, für die nicht die Gemeinde zuständig ist, da es Kreisstraßen sind und für die Sicherheit der Fußgänger eben eine andere Behörde zuständig ist, die es scheinbar als überflüssig ansieht, dass es trotz der vielen behinderten jugendlichen Patienten und dem starken Kfz-Aufkommen keiner Zebrastreifen oder einfacher Markierungen bedarf.
Soll man sich doch mal die vorbildlich gepflegten Fußgängerüberwege und den Kreisverkehr in der Gemeinde anschauen, dann sollte eine welch auch immer zuständige Behörde mit Rücksicht auf die Verkehrssicherheit für alle Bürger und Patienten der orthopädischen Kinderklinik erforderliche Maßnahmen ergreifen – sowohl im Bahnhofs- als auch Straßenverkehrsbereich.
Oder aber bei einer anderen zuständigen Behörde anklopfen, solange, bis sich einer zuständig fühlt, das wäre super!
Wolfgang Schulz
Aschau