Reitmehring – Sind Burgunderblutalgen im Staudhamer See? Seit Wochen herrschen Gerüchte in Wasserburg, zuletzt angeheizt von einem Befund durch den Tiergesundheitsdienst Bayern, der das Vorkommen der gefährlichen Cyano-Bakterien für „plausibel und wahrscheinlich“ befand.
Erneute Proben
vorgenommen
Das Gesundheitsamt Rosenheim hat wie angekündigt am 11. Juli nun erneut Proben an drei verschiedenen Stellen entnommen, wie Pressesprecherin Tanja Pfeffer auf Anfrage erklärt. Diese Proben seien vom Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) auf das Vorhandensein von fünf verschiedenen Cyano-Bakterien getestet worden, darunter auch die Burgunderblutalge. Für Badefans gibt es Entwarnung: „Keine der drei Wasserproben erbrachte einen Nachweis auf Cyano-Bakterien“, erklärt Pfeffer. „Auch die Analyse auf Fäkalkeime ergab keine Ergebnisse.“ Weiter sei am Staudhamer See klares Wasser mit einer Sichttiefe von über eineinhalb Metern zu finden. „Es gibt keinerlei Hinweise auf Umstände, die Einschränkungen oder gar ein Badeverbot rechtfertigen würden.“ Zusammenfassend lasse sich deshalb sagen: „Im Staudhamer See liegt eine hervorragende Wasserqualität vor und dem Badespaß steht nichts im Weg.“ Dennoch stehe das Gesundheitsamt im Bezug auf den Staudhamer See in engem Austausch mit dem Tiergesundheitsdienst und lasse eine „erhöhte Aufmerksamkeit walten“, so Pfeffer. Die nächste Beprobung werde am 8. August stattfinden. Während der Badesaison fänden wetterunabhängig Inspektionen und Probenahmen im vierwöchigen Rhythmus statt. Gemäß der Bayerischen Badegewässerverordnung müsse mindestens viermal während der Badesaison beprobt werden. „Das staatliche Gesundheitsamt Rosenheim nimmt während der Saison darüber hinausgehend sogar regelmäßig sechs Proben und beprobt jederzeit, wenn notwendig, anlassbezogen“, erklärt die Pressesprecherin.