Unterirdischer Kanal fürs Regenwasser

von Redaktion

Diskussion um Ableitung von Niederschlägen am Baugebiet „Rosenheimer Straße“

Schechen – Die Zufahrt zum neuen Baugebiet an der Rosenheimer Straße ist weitgehend unstrittig. Die Handhabung des Niederschlagwassers aufgrund des Höhenprofils südlich des neuen Edeka dagegen erweist sich als herausfordernd.

In der jüngsten Sitzung des Schechener Gemeinderates hat der zuständige Planer Norbert Steinberger den Tiefbau der Erschließungsstraße vorgestellt. Die Zufahrt zum Edeka, dem geplanten Kindergarten sowie zu möglichen weiteren Neubauten, über die noch nicht entschieden wurde, verläuft über eine Stichstraße mit Wendehammer.

Gemeinde hofft
auf Kompromiss

Im Bereich Edeka wurde die Straße nachträglich und zu Lasten des Nahversorgers um rund zwei Meter auf insgesamt neun Meter verbreitert: die Fahrbahn hat eine Breite von sieben Metern, dazu kommt ein zwei Meter breiter Gehweg. Für die Hergabe der Fläche erhält der Nahversorger im südlichen Bereich einen 2,50 Meter breiten Grünstreifen, welcher der Versickerung des Oberflächenwassers dient.

Im hinteren Bereich umfasst die Straße 5,50 Meter Fahrbahn, zwei Meter Gehweg sowie zwei Meter Randstreifen, wo man auch Längsparker-Parkplätze unterbringen könne. Der Wendehammer wurde auf eine Breite von 10,50 Meter vergrößert, damit ein Bus wenden kann. Einige der Bäume müssen wohl entfernt werden. Bei manchen sei fraglich, ob sie die nötige Aufschüttung überstehen. Die Niederschlagswasserentsorgung auf dem Gelände des Nahversorgungsbetriebs erfolgt weitgehend mit Rigolen. Südlich der Straße ist eine Mulde für die Straßenentwässerung vorzugsweise mittels unterirdischem Regenwasserkanal vorgesehen. Laut Planer Steinberger sei das aufgrund des abfallenden Höhenprofils und des Grundwasserspiegels strittig. Denn bei der Einleitung in die Mulde könne der erforderliche Abstand zum Grundwasser, das dort sehr hoch stehe, nicht eingehalten werden.

Doch in Vorgesprächen mit dem Wasserwirtschaftsamt Rosenheim habe er den Eindruck gewonnen, dass man dort bei dem Vorhaben mitgehe. In der Gemeinde hofft man, dass sich hier ein Kompromiss findet und der Grundwasserabstand reduziert werden kann. Ein unterirdischer Kanal wäre günstiger und auch praktischer im Unterhalt. Sonst gebe es andere Möglichkeiten, wie etwa oberflächige Entwässerungsrinnen.

Josef Weber (CSU) betonte, dass man ein Problem bekomme, wenn man die gesamte Westseite der Straße, wo das Gelände abfällt, für eine spätere Bebauung auffüllen müsse.

Martin Rinser (Parteifreie Bürger Schechen) befürchtet, dass es schwierig werden könne, das Wasser dort versickern zu lassen. Bürgermeister Stefan Adam (CSU) erklärte, dass die Längsparker-Parkplätze für Handwerker-Busse praktisch sein könnten. Allerdings gebe es sowohl beim Kindergarten als auch beim Nahversorger Parkplätze. Er schlug vor, hier zunächst einen Grünstreifen einzuplanen. Parkbuchten könnte man auch später noch schaffen. Stephan Dialler (Parteifreie Bürger Schechen) sprach sich dafür aus, möglichst offen zu planen. Was in dem Gebiet in Zukunft entstehe, wisse man noch nicht. Man habe jetzt als Fixpunkte den Nahversorger sowie den Kindergarten. Dafür brauche man eine Erschließung mit Wasser- und Kanalnetz.

Grünstreifen
vorgesehen

Das Gremium bewilligte die Tiefbauplanung einstimmig. Statt Längsparker-Parkplätze soll zunächst ein Grünstreifen vorgesehen werden. Die Niederschlagsentwässerung der Straße soll möglichst unterirdisch mit einem Regenwasserkanal und Einlaufschächten erfolgen.

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