Vogtareuth – Die Bürgerhilfe Vogtareuth hielt eine Mitgliederversammlung ab. Nach der Begrüßung der Anwesenden durch den Vorsitzenden Thomas Gögerl äußerten sich Bürgermeister Rudolf Leitmannstetter und Diakon Eugen Peter lobend über das Wirken der Bürgerhilfe in der Gemeinde und dankten für ihren Einsatz.
Koordinatorin Heidi Röllnreiter gab einen Überblick über die durchgeführten Maßnahmen. Zahlreiche Fahrten zum Arzt, zur Physiotherapie oder auch zum Arbeitsplatz wurden gemacht, ein Vortrag über Schockanrufe mit dem Beauftragten der Polizei Wolfgang Moritz veranstaltet sowie eine Gemeinderundfahrt, begleitet vom Vizebürgermeister Bürger-Schuster. Es fand erneut eine Handy-Schulung durch Hannes Herzog und Hans Hajder statt und das Erzählcafé mit Sigrid Knothe fand einige Male wieder guten Zuspruch. Individuelle Betreuung wurde einer afghanischen Familie zuteil. Röllnreiter bedankte sich bei allen Helfern.
Kassier Rudi Sturainer legte die Jahresbilanz 2022 vor. Der Verein zählt aktuell 81 Mitglieder, er ist finanziell gut aufgestellt. Die Kassenprüfer Josef Bock und Siegfried Grote bestätigten die korrekte Kassenführung, woraufhin der Vorstand einstimmig per Handzeichen entlastet wurde.
Gögerl dankte den Helfern und Spendern. Er führte aus, dass ein zehntes Vorstandsmitglied ohne Stimmrecht als „kooptierendes Mitglied“ aufgenommen wurde, weil die Satzung die Zahl der stimmberechtigten Vorstandsmitglieder begrenzt. Eine kostspielige Satzungsänderung wurde dadurch vermieden. Er erklärte ferner, dass der Anfrage der Lebensmittelretter nach finanzieller Unterstützung nicht entsprochen worden sei, weil die Satzung dies nicht hergibt. Die Initiative „Essen auf Rädern“ durch die Bürgerhilfe wurde nicht weiter verfolgt, weil offensichtlich der Bedarf in unserer Gemeinde nicht besteht. Vor kurzem wurden in den Friedhöfen Vogtareuth und Zaisering zwei, beziehungsweise ein „Friedhofswagerl“ auf Kosten der Bürgerhilfe aufgestellt.
In der Planung steht ein Vortrag über „Wohnen im Alter“, außerdem ein Ausflug speziell für Menschen mit Mobilitätseinschränkung und die Wiederaufnahme von Spielenachmittagen. Der Beauftragte des Landkreises für Senioren, Thomas Waldvogel, trug seine Erfahrungen diesbezüglich vor und lud interessierte Vogtareuther zu Spielenachmittagen nach Griesstätt ein, wo diese im 14-tägigen Rhythmus stattfinden.
Gögerl sagt, dass der Bedarf an Unterstützung und Betreuung zu Hause wachsen werde und stellte ein neues Modell der Pflegekassen vor, das Unterstützung im Alltag bieten soll, die „ehrenamtlich tätige Einzelperson“. Bei diesem neuen Modell geht es um Hilfe für Menschen ab Pflegegrad eins, wobei die erbrachte Leistung mit der Pflegekasse abgerechnet werden kann. Dies geht über die Möglichkeiten der Bürgerhilfe hinaus. Er wies auch auf einen Wegweiser für Senioren hin, der auf dem Gemeindeamt und beim Landratsamt zu haben ist und auf eine Notfallmappe als Ergänzung zur Notfalldose.
Ein Ferienprogramm für Kinder bis 14 Jahre findet am Montag, 7. August, statt. Der Bürgermeister zeigt den Kindern verschiedene Bereiche der Gemeinde. Thomas Waldvogel wies darauf hin, dass das Landratsamt drei barrierefreie WC-Container auf Antrag für Festivitäten gegen Gebühr, 25 Euro pro Tag, zur Verfügung stellt. Zur Prävention von Schockanrufen und sonstigen Telefontricksereien gibt es auch bei der Polizei weiterführende Planungen, ein Flyer zu zum Thema wird ausgeteilt. Knothe äußerte die Idee, in kleinen Theaterstücken die Situation darzustellen, um der „Masche“ der Anrufer auf die Schliche zu kommen und Verhalten zu erlernen. Die Forderung, dass Erste- Hilfe-Kurse für Senioren angeboten werden sollten, wurde aufgenommen.