KIZ Aschau verliert 80 Jahre Erfahrung

von Redaktion

Ingrid Zittlau und Susanne Kremer verabschieden sich in den Ruhestand

Aschau – „Das KIZ in Aschau verliert mit dem Eintritt von Ingrid Zittlau und Susanne Kremer in den Ruhestand fast 80 Jahre Erfahrung und Wissen um unsere Kinder. Wissen, das für den Fortbestand der Einrichtung dringend notwendig ist“, würdigte der Direktor und Vorstandsvorsitzende der Katholischen Jugendfürsorge (KJF) München, Bartholomäus Brieller, die beiden ausscheidenden leitenden Mitarbeiterinnen im „Kind im Zentrum“ (KIZ) Aschau.

Er bedankte sich zusammen mit seiner designierten Nachfolgerin Barbara Igl bei ihnen für ihr lebenslanges Engagement zum Wohl der unzähligen Kinder, die in den vergangenen 40 Jahren die Einrichtung durchliefen. Die Leistungen der Rektorin des Privaten Förderzentrums Aschau, Susanne Kremer, wurden bereits bei der großen Abschiedsfeier ausgiebig gewürdigt (wir berichteten). Nun gelte es auch die Leiterin der Heilpädagogischen Tagesstätte Aschau zu verabschieden.

Zittlau begann ihre Arbeit vor 36 Jahren als Heilerziehungspflegerin (HEP) im Behandlungszentrum und leitete danach rund 30 Jahre die Heilpädagogische Tagesstätte in Aschau.

In dieser werden Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene betreut, die aufgrund ihrer körperlichen Beeinträchtigung und eventueller zusätzlicher Behinderung oder Erkrankung besonderer Hilfestellung bedürfen. Jede Gruppe wird von zwei pädagogischen Fachkräften sowie Mitarbeitern der therapeutischen und pädagogischen Fachdienste begleitet. Zittlau machte in Aschau alle Umbau- und Neubaumaßnahmen, alle Umstrukturierungen des Hauses und der Organisation mit und fühlte sich stets ihren anvertrauten Kindern, Erziehern und der gesamten Einrichtung verantwortlich. Rund 15 Männer und Frauen unterstützten die scheidende Leiterin der Heilpädagogischen Tagesstätte bei ihrer täglichen Arbeit in den sieben Gruppen.

Die Gruppen sind alle nach den Figuren aus den Büchern von Otfried Preußler benannt, zu dem die Leiterin ein besonderes Verhältnis pflegte. Zum Gedenken an Otfried Preußler rief Zittlau Lesungen aus den Werken von Otfried Preußler ins Leben, die alljährlich zu seinem Geburtstag im Hause stattfinden und stets gut besucht sind.

20 Jahre wirkte sie als Praxislehrkraft an der Heilerziehungspfleger-Schule in Altenhohenau mit und vermittelte den Berufsanfängern alles, was sie für ihren Beruf als HEP brauchten. Die Nachfolge ist mit Sonja Müller als Leitung der Heilpädagogischen Tagesstätte und Michael Langner als Schulleiter des Privaten Förderzentrums geregelt.

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