Kopf-an-Kopf-Rennen mit tollkühnen Kisten

von Redaktion

Der MSC Sonnering organisiert nun schon zum 16. Mal Formel-1-Seifenkistenrennen in Oberndorf mit legendärem Parcours

Oberndorf – Der Spaß ist garantiert, wenn sich die Rennfahrer in ihren Seifenkisten auf den 400 Meter langen Rennparcours begeben. Die Rennwagen sind allesamt Unikate. Laut Rennfahrer, Zuschauer und Organisatoren des MSC Sonnering war es ein grandioses Spektakel.

Zum 16. Mal fand dieses Jahr das Seifenkistenrennen statt. Für die Rennleiter Mane und Kerstin Huber ist es jedes Jahr ein großes Vergnügen, die Rennfahrer auf die Strecke zu schicken. „Wir sind wie eine große Familie“, strahlt Kerstin Huber. Die Szene ist recht bunt gemischt.

Es teilen sich Geschwisterkinder oder gar mehrere Generationen ein selbst gebautes Gefährt, die einen nutzen Jahr für Jahr das gleiche Gefährt, andere wiederum warten Jahr für Jahr mit neuen Modellen auf.

Bestens präpariert war die Rennstrecke mit Zieleinlauf und Zielfahne vor dem Blumenfeld von der Wettkampfleitung mit Stadionsprecher, der Lichtschranke, dem Sanitätsteam und dazu noch vielen Helfern, die sich um Strecke, Rennfahrer und Versorgung der Teilnehmer und die zahlreichen Zuschauer kümmerten.

29 Teilnehmer gingen an den Start, in drei Durchgängen maß sich die Renn-Elite in vier verschiedenen Altersklassen.

Der jüngste Teilnehmer war sieben, der älteste 74. Ausschlaggebend ist allein die Schnelligkeit. Die Teilnahmebedingungen sind jedoch streng: Der Fahrer braucht einen geschlossenen Schutzhelm, das Gefährt muss mindestens drei Räder besitzen, darf keinen eigenen Antrieb haben und es muss lenk- und bremsbar sein.

Um das zu testen, ist vor dem eigentlichen Rennen ein Testlauf angesetzt, bei dem auch die Bremskraft überprüft wird. „Für uns ist das Seifenkistenrennen der Höhepunkt des Jahres“, strahlt so mancher Oberndorfer an der Rennstrecke.

„Wie immer geht es um Gaudi, Ruhm und Ehre“, hatte Rennleiter und Stadionsprecher Huber vor den Rennen als Devise ausgegeben.

Bei den Kindern bis sieben Jahre siegte Felix Aumüller auf „Racing Unicorn“ vor Leonhard Mittermeier mit „Shark Racing“. In der Altersgruppe von acht bis zwölf fuhren Emil Pfluger und Zeno Aumüller auf die Plätze eins und zwei mit einem Einhorn-Gefährt. Marlene Reischer (13) siegte in „Cobra 31“, dicht gefolgt von Lisa Czemmel auf der „Binataler Kaskistn“.

Marlenes Vater, Franz Reischer (59), gewann Silber auf „Cobra 13“ in der Erwachsenenklasse. Der älteste Rennfahrer, Nick Wagenstetter (74), wurde auf „Bayernbrummi“ mit Bronze belohnt. Tagessieger wurde – wie schon im Vorjahr – Leonhard Oswald (69) auf „Blauer Blitz.“ Bei drei Läufen kam er auf eine Gesamtzeit von 1,01 Minute. elk

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