40 Meter den Wasserfall runter

von Redaktion

Trial-Alpenpokal in Kiefersfelden mit spektakulären Strecken für Zuschauer

Kiefersfelden – Kein Felshang ist zu steil und keine Hürde zu groß für die Trialfahrer des MTG Kiefersfelden. Beim Trial-Alpenpokal in Kiefersfelden werden wieder zahlreiche Motorrad-Sportler an den Start gehen. Auch dieses Jahr erwarten die Besucher wieder spektakuläre Stellen zum Zuschauen. Ein besonderes Highlight: Der Wasserfall.

Thomas Balhuber, Pressereferent der MTG Kiefersfelden, zufolge ist der Wasserfall mit seinen 40 Metern Abfahrt bei den Zuschauern besonders beliebt. Dafür sollte man am besten am Samstag, 19. August, ab 10 Uhr und am Sonntag, 20. August, ab 9 Uhr vor Ort sein.

Geländeabschnitte beschildert

Für die Besucher werden alle Wege zwischen den Sektionen – die Geländeabschnitte, die durchfahren werden müssen – beschildert. Ebenso werden die fußläufigen Zeiten zwischen den Stellen angegeben. „Das ist das A und O, damit jeder weiß, wo es langgeht“, sagt Balhuber.

Insgesamt sollen um die 100 Fahrer in allen Spuren in Kiefersfelden starten. Die Spuren stellen die verschiedenen Schwierigkeitsklassen dar. Darunter Marinus Süss, der seit Kurzem auch der neue „Sportleiter Motorrad“ in der Vorstandschaft des Vereins ist, und Johannes Becker von der MTG, ehemaliger deutscher Jugendmeister. Ihm zufolge treten für die MTG Kiefersfelden dieses Jahr sechs Teilnehmer an.

Anders als beim Motocross- und Endurofahren geht es beim Trialsport nicht um die Geschwindigkeit. Denn hier ist Geschicklichkeit der Fahrer gefragt. Bei der Trialstrecke gibt es abgesteckte Sektionen. Jede Sektion muss durchfahren werden, wobei Steine, Felsen, Baumstämme und weitere Hürden überwunden werden müssen. Es sollten so wenig Strafpunkte wie möglich gesammelt werden, erklärt Thomas Balhuber. Strafpunkte gibt es laut Balhuber zum Beispiel dann, wenn man den Boden mit den Füßen berührt. Passiert das einmal, werde ein Punkt abgezogen. Beim zweiten Berühren erhalte der Fahrer zwei Strafpunkte. Ab dem dritten Kontakt mit dem Boden gebe es drei Strafpunkte. Fällt das Motorrad um oder fällt man vom Trial, erhalte der Teilnehmer fünf Strafpunkte. Der Fahrer mit den wenigsten Punkten gewinnt den Wettbewerb.

Balhuber sieht in dem Sport keine außergewöhnlichen Gefahren. Stürze würden jedem mal passieren, sagt er. Die Verletzungen seien aber meist nicht schlimm. Dem stimmt auch Johannes Becker zu. Zwar sei er vor ein paar Wochen gestürzt, der Teilnahme am Alpenpokal stehe das aber nicht im Weg. Der 21-Jährige fährt seit sechs Jahren Trial beim MTG. Das hat sich bei ihm damals „einfach so ergeben“, sagt er. Becker mag den Sport, weil er nicht gefährlich ist und man Geschicklichkeit braucht. Die Kosten hielten sich ihm zufolge in Grenzen. Zwar sei einmal die Anschaffung eines Trials in Höhe von rund 7000 Euro notwendig, danach wären die Ausgaben aber gering.

Verein steckt Strecke und bewirtet

Becker, der beruflich Schlosser ist, werde in der blauen Spur starten. Er freut sich auf den Alpenpokal, auch wenn viel Arbeit dahinter stecke. Ihm zufolge fallen nicht nur Arbeiten wie das „Stecken“ der Sektionen an, der Verein kümmert sich auch um die Bewirtung während der Veranstaltung. Die eigene Küche in der Halle auf dem Veranstaltungs-Gelände wird von den Besuchern als auch den Einheimischen besonders gut aufgenommen, sagt Balhuber. Ihm zufolge ist das vor allem bei schlechtem Wetter und Regen praktisch, denn das Event findet bei jeder Witterung statt: „Schlechtes Wetter gibt es beim Trial nicht, nur die falsche Kleidung.“

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