Rege Anteilnahme am Dorfleben trotz Krankheit

von Redaktion

„Bäcker Max“ aus Großholzhausen im Alter von 72 Jahren verstorben

Großholzhausen – Nach langer, mit großer Geduld ertragener Krankheit ist der „Bäcker Max“, Maximilian Soyer, im Alter von 72 Jahren verstorben. In der Pfarrkirche St. Georg versammelten sich die Fahnenabordnungen des Trachtenvereins, der KAB, des örtlichen Veteranenvereins und die des Veteranenvereins Brannenburg im Altarraum, um ihr Mitglied mit der Teilnahme am Requiem und der Beerdigung zu ehren.

Pfarrer Martin Gehringer zelebrierte den Gottesdienst, der vom Kirchenchor feierlich umrahmt wurde. Nach der Predigt zeichnete der Geistliche die Lebensstationen des Verstorbenen auf. Soyer wurde als drittes von vier Kindern der Bäckereheleute Josef und Anna Soyer in Großholzhausen geboren. Nach der Grundschulzeit besuchte er die Handelsschule Kalscheuer in Rosenheim. Anschließend machte er eine Ausbildung zum Bürokaufmann bei dem damaligen Sägewerk Lindner in Kirchdorf. Dieser Firma blieb er 25 Jahre treu. Weitere Stationen seines Berufslebens waren die Firma WeRo und das Arbeitsamt. Der „Bäcker Max“, wie der Verstorbene in Großholzhausen genannt wurde, führte ein ruhiges und bescheidenes Leben. Zu seinen Lieblingsbeschäftigungen zählte das Lösen von Kreuzworträtseln und in jüngeren Jahren Bergtouren mit seinem Bruder Sepp. Viel Anschluss fand er in der Familie seiner Schwester Anni. Solange er konnte, half er seinem Bruder Georg frühmorgens vor der Arbeit in der Backstube. Als gläubiger Mensch war ihm der sonntägliche Kirchgang sehr wichtig und der anschließende Frühschoppen gehörte auch dazu.

2007 machte sich ein Hirntumor bemerkbar und Soyer musste sich einer sehr schweren Operation unterziehen. Daraus folgende Krampfanfälle zwangen ihn vorzeitig in Ruhestand zu gehen. Trotz dieser gesundheitlichen Einschränkung nahm er weiter am Leben der Ortschaft teil und war freundlich und zufrieden.

Vor etwa drei Jahren wuchs der Tumor erneut. Nach vielen Krankenhausaufenthalten musste er in ein Pflegeheim, zunächst in Bad Feilnbach, und dann nach Brannenburg, umziehen. Wieder folgten Krankenhausaufenthalte bis er am 3. August verstarb.

Nach der kirchlichen Feier trugen ein Neffe und drei Großneffen den Sarg unter Vorantritt der Musikkapelle Großholzhausen zum Bäckergrab. Am offenen Grab bedankte sich Alfred Hilscher, der Vorsitzende der KAB Großholzhausen, bei Max Soyer für viele Jahre Mitarbeit im Verein. Für den Veteranenverein sprach Peter Heinke Worte des Dankes und Sepp Rechenauer erinnerte für die Großholzhauser Theaterspieler an Begebenheiten mit dem Verstorbenen. Böllerschüsse und das Lied vom „Guten Kameraden“ ehrten das Mitglied des Veteranenvereins. koa

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