Kiefersfelden – Ein hervorragendes Kirchenkonzert durften Besucher, darunter auch Bürgermeister Hajo Gruber, in der Pfarrkirche Heilig-Kreuz in Kiefersfelden genießen. Nach dreijähriger Pause lauschten die Zuhörer andächtig dieser gewaltigen Musikexplosion.
70 Sänger und
50 Musiker brillieren
Der Konzertchor Oberinntal und das Grenzlandorchester verwandelten mit ihren 70 Sängern und 50 Musikanten das Gotteshaus in einen Tempel des Hörgenusses. Mit erwartungsvollem Beifall begrüßt, nahm Dirigent Christoph Danner den Taktstock in die Hand und erfüllte den Altarraum mit stimmigen Klängen und Tönen. Der religiöse Marsch „Osanna in Excelsis“ des spanischen Komponisten Oscar Navarro war der Beginn einer musikalischen Achterbahnfahrt. Sprecher Florian Danner führte mit Informationen und Anekdoten durch das Konzert. Nicht fehlen durfte Wolfgang Amadeus Mozart, dessen Requiem „Confutatis und Lacrimosa“ von den Musikern klangvoll eingespielt und von den Sängern mit ihrem stimmlichen Spektrum abgerundet wurde. Die von Ludwig van Beethoven komponierte Fassung einer Schauspielmusik zu Johann Wolfgang von Goethes Trauerspiel „Egmont“ fand in Jürgen Doetsch auf der Kirchenorgel seinen herausragenden Interpreten. Gewaltige Klänge erfüllten das Kirchenschiff, hervorgerufen durch die wie von Zauberhand über die Tastatur gleitenden Hände des Organisten. Ohne Pause nahm das Konzert Kurs auf den tschechischen Komponisten Anton Dvorak, dessen Lied „Als die alte Mutter sang“ von der Sopranistin Sieglinde Zehetbauer feinfühlig und in tschechischer Sprache vorgetragen wurde. Zusammen mit Chor und Orchester entstand ein klares Klangwerk. Das „Paulus Oratorium“ von Felix Mendelssohn Bartholdy verlangte den musikalischen Protagonisten und dessen musikalischem Leiter alles ab.
In der dreiteiligen Wiedergabe des Stücks verschmolzen die Klänge und Töne zu einer einzigartigen musikalischen Symbiose. Ihr musikalischer Exkurs nach Spanien führte Zehetbauer zum Komponisten Oscar Navarro, mit seinem „El ilustre Marino“.
Das Lied handelt von einem spanischen Marineoffizier, der ein letztes Mal hinaus auf die See fährt und nach seiner Rückkehr in seinen Heimatort gefeiert wird. Der feine Gesang, unterlegt von Fanfarentönen und Paukenklängen, geleitete die Zuhörer hinaus auf die weite See, deren Wellengang klanglich und stimmlich zu- und abnahm. Ein fantastischer Schlussakt. „Chor, Orchester und Zuschauer vereinend in der Wiege der Musik“, wie es Sprecher Florian Danner auf den Punkt brachte.
Zwei Zugaben
beenden Abend
Im Namen aller Mitwirkenden dankte Danner den Helfern, Unterstützern, Sängern und Musikern für deren Engagement bei den Proben, während der beiden Konzerte und auch danach. Zwei Zugaben beendeten den Hörgenuss und die Besucher, die bereichert von diesem einzigartigen Abend waren, verließen die Kirche.