Eggstätt – Viele Fragen hatten die Eggstätterinnen und Eggstätter an Bürgermeisterkandidat Christoph Kraus, der zum zweiten „Biergarten-Ratsch“ eingeladen hatte. Vor knapp 70 Interessierten stellte der 49-jährige Leiter der Finanzverwaltung Aschau im Chiemgau seine Ziele für die kommenden sechs Jahre vor.
„Meine Schwerpunkte liegen auf der Modernisierung der Gemeindeverwaltung, dem verantwortungsvollen Umgang mit unseren Haushaltsmitteln und einer Attraktivierung des Eggstätter Ortskerns.“, so der Kandidat der Freien Bürger Eggstätt.
Daneben sieht Kraus die Gemeinde beim Thema nachhaltige Energiegewinnung in der Pflicht: „Zum einen müssen wir unsere Gemeindeliegenschaften auf regenerative Energien umstellen – schon allein deshalb, weil der derzeitige Öltank, der vier Liegenschaften am Rathausplatz versorgt, schon lange nicht mehr zeitgemäß ist. Daneben gehört die Errichtung von E-Ladestationen für Pkw genauso wie für E-Bikes für mich zur Grundversorgung dazu.“
Bei allen Sachthemen betonte Kraus immer wieder die Bedeutung eines begleitenden Finanzcontrollings: „Nur wenn die finanzielle Basis stimmt, sind ambitionierte Vorhaben, wie die Sanierung des Sportheims, überhaupt erst möglich. Hier haben wir in meiner Zeit als Kämmerer in Eggstätt zusammen mit dem damaligen Gemeinderat die Basis geschaffen, indem 250000 Euro an Sonderrücklagen gebildet wurden, die jetzt die Grundlage für jegliche Art an Finanzierung sind.“
Dass Wahlkampf kein Wunschkonzert ist, machte der Bürgermeisterkandidat immer wieder deutlich. Bei Projekten sei es zwingend notwendig, zwischen Kür- und Pflichtaufgaben einer Gemeinde zu unterscheiden. Absolute Pflicht ist für Kraus, dass Verwaltungstätigkeiten nicht länger an externe Berater ausgelagert werden. Vor allem auf Führungsebene müsse wieder mehr auf eigene Erfahrung und Können gesetzt werden: „Ich bin der festen Überzeugung, dass man Kompetenz nicht kaufen muss. Man kann sie einfach wählen.“ re