Aschau/Sachrang – Der „Museumsverein Müllner-Peter von Sachrang“ bleibt auch in den kommenden drei Jahren bei seiner bewährten Führungsmannschaft. Die Vorsitzende Cäcilie von Feilitzsch-Rauch wurde bei den turnusmäßig anstehenden Neuwahlen unter der Leitung der Dritten Bürgermeisterin, Monika Schmid, in ihrem Amt bestätigt.
Ihre Stellvertreterin bleibt Brigitte Peters. Weiter im Amt sind ebenfalls Schatzmeisterin Dr. Erika Goldhammer und Schriftführerin Corinna Spieth-Hölzl. Einstimmig entschieden sich die Mitglieder für Max Krempl als neuen Rechnungsprüfer. Marie Ilse Fischer schied nach über 20 Jahren als Rechnungsprüferin aus, Regina Maurer-Fuchs übernahm dieses Ehrenamt. Das Gremium wird durch die vier Beiräte Martina Glatt, Rita Dietz, Karl Hertle, Kathi Uelner-Hamm ergänzt.
Rezeptbüchlein wiederentdeckt
Die beiden Vorsitzenden berichteten der Versammlung über den Verlauf des Vereinsjahres. Die Sonderausstellung 2022 „ÜberLEBEN. Ernährung und Heilkunde um 1800 im Priental“ mit Dr. Günter Fleischmann, stieß auf großes Interesse mit guter Resonanz. Dabei gab die zufällige Wiederentdeckung des originalen Rezeptbüchleins, „des Schreibbuchs des Müllner-Peter“ den Anlass, dieses als Herzstück und Grundlage für die Sonderausstellung 2022/23 auszuwählen.
Das Vorstandsduo dankte Karl Hertle, der das stark ramponierte Buch wieder herrichtete. Das Buch wird dem Müllner-Peter-Museumsverein von der Firma Jens Wagner für die kommenden zehn Jahre als Leihgabe zur Verfügung gestellt.
Insgesamt gab es 2022 wieder viele Führungen. Die Veranstaltungen unter dem touristischen Motto „Zammhocka“ waren erfolgreich. Es gab viele Musikbeiträge, zu denen zahlreiche Musiker den Weg ins Museum fanden. Die Vorsitzenden dankten Fanny Ostermann und Christa Hertle, die diesen „Hoagascht“ ermöglichten und maßgeblich gestalteten.
Der Verein will dieses Format auch im kommenden Jahr aufrecht erhalten. Die Teilnahme am Sachranger Handwerkermarkt war erfolgreich. Der Bäckerei-Schauwagen wurde sehr gut angenommen, bei der Brotbackaktion wurden 350 Brote verkauft. Glatt fügte hinzu, dass auch unter dem Motto „Zammhocka“ zwei- mal im Kräutergarten der „Kräutergartenratsch“ mit Dr. Günter Fleischmann stattfand. Goldhammer schrieb schwarze Zahlen, der Kassenbericht, vorgestellt von Georg Graf von Saurma, brachte positive Bilanz. Die Teilnahme am Handwerkermarkt mit Brotverkauf trug zu einem positiven Ergebnis bei. Schmid sagte der Vereinsführung die weitere Unterstützung der Gemeinde zu.
Mit der Durchführung der vielseitigen verschiedenen Sonderausstellungen in den vergangenen Jahrzehnten und der zahlreichen Ideen, beweise der Verein dass das „kleine schmucke Museum“, wichtig für die Region sei und zugleich auch bedeutender Impulsgeber relevanter Themen sei.
Die Bandbreite der Exponate zeige, dass das Museum mehr ist als nur ein Ort mit Ausstellungsobjekten. Der Verkehrsverein Sachrang, der das Museum als wichtigen Tourismusfaktor schätzt und fördert und der zweite Verein, der sich dem Andenken des Müllner Peter verschrieben hat, der „Freundeskreis Müllner-Peter von Sachrang“, setzten sich ebenfalls für den Museumsverein ein.
Letzterer sieht seine wichtigste Aufgabe im Ausrichten der alljährlichen Wallfahrt zur Ölbergkapelle, jeweils am dritten Sonntag im September.
Abschließend kündigte Glatt das bevorstehende Symposium „Heilwissen & Rezeptsammlungen aus Bayern, Tirol und der Schweiz um 1800“ im Erkersaal, Alte Schule Sachrang, am Wochenende, 14. und 15. Oktober, an. Fleischmann gab ergänzend Hintergrundinformationen zu dieser Tagung.
Stricken und Handarbeit Thema
Für das Jahr 2024 stellte Glatt das Ausstellungsthema „Stricken und Handarbeit“ vor. In Anknüpfung an die musikalischen Aktionen aus diesem Jahr mit Christa Hertle und Fanny Ostermann, sollte auch wieder Musik dabei sein.
Die Idee des „Strickcafés mit Musik“ wäre ein denkbares Format. Peters ergänzte, dass es ein Anliegen des Vereins sei, mehr Veranstaltungen zur Musik anzubieten und dieses Erbe weiter zu pflegen.