Höslwanger Gemeinderat spricht sich gegen Bauanfrage aus

von Redaktion

Antragsteller will altes Sportheim durch Wohngebäude ersetzen

Höslwang – „Formlose Bauanfrage zur Errichtung eines Wohnhauses mit drei Wohneinheiten in Unterhöslwang“, so lautete der Tagesordnungspunkt auf der Sitzung des Gemeinderates Höslwang. Die Bauwerberinnen planen auf dem Gelände des ehemaligen Sportplatzes anstelle des alten Sportheimes die Wohnbebauung.

Bürgermeister Johann Murner (CSU) erklärte dazu, dass das Vorhaben planungsrechtlich im Außenbereich liegt und keine Privilegierung vorliege.

Im Flächennutzungsplan war auf dem ehemaligen Sportplatz ursprünglich ein Gewerbegebiet vorgesehen. Im Zuge der Realisierung des Gewerbegebietes in Almertsham wurde die Planung jedoch fallen gelassen. Die Änderung im Flächennutzungsplan in landwirtschaftliche Fläche wurde eingeleitet, jedoch nie abgeschlossen.

Diese Änderung muss in jedem Fall durchgeführt werden, so Murner. Grundsätzlich sei für die Realisierung des Projektes ein Bebauungsplan erforderlich. Dazu müsste auch die Einmündung zur Kreisstraße, derzeit in spitzem Winkel, umgebaut werden.

Aus den Reihen des Gremiums wurde argumentiert, dass mit dem ehemaligen Sportheim bereits eine Bebauung vorhanden sei, die ja nur ersetzt werde.

Der Bürgermeister entgegnete, dass das Sportheim nicht als Wohnbebauung gesehen werden könne.

Gemeinderat Georg Daxenberger (CSU) mahnte an, dass die Gemeinde Höslwang bei Umsetzung auch Bauflächen bekommen muss. Die bisherige Linie ist 50 zu 50, bedeutet im vorliegenden Fall etwa 1650 Quadratmeter für die Bauwerber und die selbe Fläche als Baugrundstücke für die Gemeinde.

Durch das Baurecht würden die Grundstücke aufgewertet. Auch seien die Abstandsflächen zu dem benachbarten Rinderstall zu prüfen und Erweiterungsmöglichkeiten dürften nicht verbaut werden, so Daxenberger.

Angesprochen wurden auch Altlasten unter der ehemaligen Spielfläche, der Abbruch des ehemaligen Klostergutes nach dem Brand in den 60er-Jahren wurde dort abgelagert.

Nach intensiver Diskussion wurde der Antrag mit 0:11 Stimmen vom Gemeinderat abgelehnt.stü

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