Nachruf

von Redaktion

Bad Endorf – Matthäus Huber aus Bad Endorf wurde im Beisein einer großen Trauergemeinde auf dem Endorfer Friedhof beigesetzt.

Matthäus Huber wurde am 3. November 1937 in Endorf geboren. Trotz entbehrungsreicher Kriegs- und Nachkriegsjahre erlebte er mit seiner jüngeren Schwester Hilde eine schöne Kind- und Jugendzeit in der Katharinenheimstraße. Nach Beendigung der Schule in Endorf fand er eine Lehrstelle bei der Firma Schnitzelbaumer als Automechaniker. Matthäus Huber legte die Gesellenprüfung ab und trat eine Anstellung beim Ausbesserungswerk der Bahn in Neuaubing an. Im Laufe der Zeit ließ er sich zum Lokführer weiterbilden. Diesen Beruf übte er bis zu seiner Pensionierung aus.

1956, als die allgemeine Wehrpflicht eingeführt wurde, war er einer der ersten Rekruten aus Endorf, die eingezogen wurden. Seinen einjährigen Wehrdienst absolvierte Huber von 1958 an in Traunstein beim Gebirgspanzerjägerbataillon 8 und schied im Dienstgrad eines Gefreiten aus. Aus dieser Zeit erzählte er immer gern allerhand lustige Begebenheiten. Nachdem er seine Frau Anneliese kennenlernte, fand bald darauf die Hochzeit 1963 im Kloster Engelsberg bei Großheubach in Unterfranken statt. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor, die jetzt um ihren liebevollen Vater trauern.

Matthäus Huber, auch Mattl genannt, war ein fröhlicher und geselliger Mensch, der immer half, wo er nur konnte. Seine Familie war sein Mittelpunkt im Leben. Besonders seine Enkelkinder Maximilian, Annalena und Katrin erfüllten sein Leben mit Freude. Im Frühjahr freute er sich noch über eine kleine Urenkeltochter.

Der nun Verstorbene war viele Jahre aktiv beim TSV Bad Endorf und wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Er gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Stockschützenabteilung, war jahrelang Fähnrich für den TSV und fünfzehn Jahre Abteilungsleiter der Stockschützen. Ein Mensch, der mit Hingabe und Verantwortungsgefühl seine Ämter ausfüllte.

Bereits 2010 hatte er mit einer schweren Krankheit zu kämpfen, die das weitere Leben sehr beeinträchtigte. Matthäus Huber behielt trotz allem seinen Humor, ging täglich mit seinem Hund durch Endorf und war gerne mit Menschen zusammen. Im Herbst 2022 schlug das Schicksal erneut zu, wovon er sich nicht mehr richtig erholte. Es war ihm aber noch gegönnt seinen 86. Geburtstag und im Oktober den 62. Hochzeitstag mit seinen Lieben zu feiern. Zur Beisetzung von Matthäus Huber kam die Familie, viele Freunde, Vereinsmitglieder und Wegbegleiter in die Pfarrkirche St. Jakobus Bad Endorf. Es spielte das Duo Hierl und Dicker sanfte Stubenmusik. Mit dankenden Ansprachen verabschiedeten sich der TSV Bad Endorf, die Sterbekasse/Rauchclub Bad Endorf, der Trachtenverein Edelweiß Bad Endorf und die Krieger- und Soldatengemeinschaft. Die Fahnen senkten sich ein letztes Mal, begleitet von einem Ehrensalut. amf

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