Obinger Gemeinderäte sind weiterhin gegen „Gülle-Lagune“

von Redaktion

Landkreis Traunstein sieht Voraussetzungen zur Baugenehmigung als erfüllt – Anlage soll in Ortsmitte entstehen

Obing – Bereits zum dritten Mal befasste sich der Gemeinderat Obing mit der Errichtung eines Erdbeckens für Silosickersaft- und Oberflächenwasser, Fahrsilo, Gülle und Wirtschaftsdünger östlich der Hofstelle „Rumersham 9“. Auch in der jüngsten Sitzung waren die Räte vom Konzept nicht überzeugt.

Einfach dargestellt beabsichtigen die Antragsteller ein von einem Erdwall und einem rund zwei Meter hohen Zaun umgebenes Erdbecken zur Aufbewahrung. Die Mehrheit des Gremiums und auch Bürgermeister Sepp Huber (FW) finden diese Lösung innerhalb einer Ortschaft schwierig. Sie setzten sich im Hinblick auf das Ortsbild und eine mögliche Geruchsentwicklung für eine geschlossene, ebenerdige Lösung mit Deckel ein und lehnten das Vorhaben wiederholt ab. Das Landratsamt sah die gesetzlichen Bestimmungen für die Erteilung einer Baugenehmigung jedoch erfüllt und die Baugenehmigung zu Unrecht versagt. Die Behörde kündigte an, das gemeindliche Einvernehmen zu ersetzen, und gab der Gemeinde erneut die Möglichkeit, einen Beschluss zu fassen. Für die Mehrheit der Räte änderte es aber die Meinung nicht. Mit 3:11 lehnten sie den Antrag erneut ab, obwohl klar war: „Egal wie wir abstimmen, die ‚Gülle-Lagune‘ wird gebaut“, brachte es Huber auf den Punkt.ca

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