100 Jahre Theater Wildenwart

von Redaktion

Der Verein der „Lustigen Wildenwarter“ blickt auf eine lange Tradition zurück

Wildenwart – Das Wildenwarter Theater feiert seinen 100. Geburtstag. Am 15. Mai 1924 wurde die Theatergemeinschaft Wildenwart ins Leben gerufen. Der gesamte Verein umfasste 16 Herren und sieben Damen, die namentlich bekannt sind. Gespielt wurde damals mehrfach im Jahr, der Erlös der Aufführungen kam auch der Dorfgemeinschaft zugute.

Schauspiel hat
lange Tradition

So wurde in den 20er-Jahren des letzten Jahrhunderts für das geplante Kriegerdenkmal gespielt, für den Kirchenneubau oder auch für einen brandgeschädigten Nachbarn. Nach zehn Jahren löste sich der Verein auf und übergab das Inventar und das Vermögen an den Trachtenverein, der seitdem die Theater-Tradition aufrecht erhält.

In all den Jahren haben sich immer wieder junge Burschen und Mädchen gefunden, die Lust am Komödienspielen hatten und seit Jahrzehnten auf der Bühne der Wildenwarter Schlosswirtschaft stehen.

Damit es weitergehen möge, studierte Lambert Huber mit sechs Neulingen einen Einakter für den Vereinshoagascht ein – und das Experiment ist geglückt. Die Besucher des Vereinshoagaschts – unter ihnen die stellvertretende Vorsitzende des Chiemgau-Alpenverbands Lisbeth Tengler – applaudierten lange und ausdauernd. Lambert Huber war mit den Leistungen seine Schauspielanfänger voll zufrieden.

Die neue Theaterleiterin und stellvertretende Vorsitzende der „Lustigen Wildenwarter“, Sabine Till, kann mit diesen sechs Neuen auf ein erweitertes Ensemble zurückgreifen und das neue Stück im Spätherbst entsprechend besetzen. Sabine Till übernahm das Amt von ihrer Vorgängerin Silvia Riepertinger, die nach 18 Jahren in der Vorstandschaft ihre Arbeit als Theaterleiterin beendete.

Ebenfalls aus der Vorstandschaft der „Lustigen Wildenwarter“ ausgeschieden sind Jugendleiter Franz Bauer und Dirndlvertreterin Martina Huber nach zehn Jahren. Sie bleibt als Teil der „Huber-Dirndl“ und Mitglied der Gaugruppe des Chiemgau-Alpenverbands der Trachtensache weiter eng verbunden, wie der Vorsitzende Helmut Freund bei der Verabschiedung betonte. Es sei jedem gestattet auch einmal eine Auszeit vom Vereinsausschuss zu nehmen.

„Heuer wird es wieder ein spannendes Trachtenjahr für unsere Mitglieder“, so Helmut Freund, „das 86. Gaufest des Chiemgau-Alpenverbands am Wochenende 27./28. Juli ist in der unmittelbaren Nachbarschaft beim Verein „Griabinga“ Hohenaschau, da werden wir stark teilnehmen. Zusätzlich wollen wir auch alle anderen Gauveranstaltungen rund um den Gausonntag fleißig besuchen“.

Der Verein veranstaltet im Sommer wieder zwei eigene Waldfeste und im Herbst vier Theateraufführungen.

Viele Auftritte im
Jahr 2024 geplant

„Wir werden wie gewohnt bei allen kirchlichen und weltlichen Veranstaltungen im Dorf präsent sein“. Helmut Freund bat daher alle Männer und Frauen, Buam und Dirndl bei den vielen Veranstaltungen des Vereins, aber auch bei den Vereinen in der Nachbarschaft und beim Chiemgau-Alpenverband in diesem Jahr mit dabei zu sein. Abschließend gab er die nächsten Termine bekannt.

Termine 2024

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