Leserforum

Das Aus des Inntals, wie wir es kennen

von Redaktion

Zum Bericht „Bringt Fassl zum Überlaufen“ (Lokalteil):

Die Verknüpfungsstelle in Niederaudorf darf nicht kommen! Hierbei spreche ich nicht nur von der Lebensqualität, dem Tourismus, dem Werteverlust der Immobilien, sondern auch von Inbesitznahme, Zwangsenteignungen und Existenzauslöschungen der ortsansässigen Landwirte. Das größte zusammenhängende Almgebiet steht auf dem Spiel, keine Wiese für Heu, kein Futter im Winter, keine Kühe im Sommer auf der Alm. 50 Hektar Land benötigt die Bahn allein zur Errichtung der Baustelle im Bereich Fischbach/Niederaudorf. Land, das im Anschluss nicht mehr für die Landwirtschaft genutzt werden kann, wegen der Verdichtung und Verunreinigung des Bodens. Ausgleichs- und Ersatzflächen stehen nicht ausreichend zu Verfügung. Durch den Baustellenverkehr, die Lkw in der Blockabfertigung, den Touristen- und Pkw-Verkehr wird es regelmäßig zum Verkehrskollaps kommen. Luftkurort Oberaudorf – nicht mehr lange. Der aufgewirbelte Staub und Dreck durch Baustellenverkehr und Förderbänder wird vom Erler Wind über das Inntal verbreitet. Atemwegserkrankungen, verstaubte Obst- und Gemüsegärten, grauer Schnee im Winter, Drei-Schicht-Betrieb auf der Baustelle, Dauerhelligkeit, Luftverschmutzung und Lärm werden die Folgen sein. Die Zeit, zu handeln, ist jetzt; mit der „Interessengemeinschaft zum Erhalt bäuerlicher Existenz“ ein Zeichen zu setzten, um endlich in Berlin Gehör zu finden. Ich bitte alle, die ein Interesse daran haben, unsere „Hoamat“ zu schützen und das Inntal zu bewahren, sich der Interessengemeinschaft anzuschließen. Nur gemeinsam können wir etwas erreichen und das Aus und die Zerstörung des Inntals, wie wir es kennen, verhindern. Beitrittserklärungen liegen in örtlichen Geschäften aus. Weitere Info-Veranstaltungen der IG werden folgen.

Petra Dähne

Oberaudorf

Artikel 1 von 11