„De Rosserer“ zielten mit den Hufeisen am besten

von Redaktion

18 Mannschaften treten beim Ostermontagsturnier in Nußdorf an – Traditionssport erlebt Renaissance

Nußdorf – Die Sieger des diesjährigen Ostermontagshufeisenturniers in Nußdorf sind „De Rosserer“ aus Nußdorf. Mit einer beeindruckenden Leistung und einem starken Teamgeist sicherten sie sich mit 62:23 Punkten den verdienten ersten Platz. Den zweiten Platz mit 58:27 belegte Team „Huberbäck II“, knapp gefolgt vom Team „Huberbäck I“ auf dem dritten Platz mit 57:28.

Bei zunächst schönstem Wetter traten auf der Festwiese unterhalb des Heubergs insgesamt 18 Mannschaften an, die sich diesem Wurfspiel mit dem Hufeisen verschrieben haben. Als Gäste konnten auch eine tirolerische sowie eine gemischte bayerisch/tirolerische Mannschaft begrüßt werden. Jedem Team gehören vier Spieler an. Nur zwei von ihnen dürfen „professionelle Turnierspieler“ sein. Somit kämpften insgesamt 72 Teilnehmer bei dem Turnier um den Sieg.

Wer glaubt, dass es sich hierbei ausschließlich um einen „Altherrensport“ handelt, hat weit gefehlt. So nahmen auch Teams mit einem Durchschnittsalter von weit unter 30 Jahren teil. Auch die Damen haben diesen Sport mittlerweile für sich entdeckt. So traten bereits zum wiederholten Mal die „Plattler Mädl“ an. Allerdings belegten sie mit 20:65 Punkten, und damit noch vor den „Schützen Nußdorf“, den 17. Platz. Das Team der Nußdorfer Schützen, die Mannschaft mit dem niedrigsten Durchschnittsalter, gab heuer ihr Debüt, über deren Teilnahme sich der Organisationsleiter des Spiels, Michael Oberauer, sehr gefreut hat. Er hofft, dass sie auch im kommenden Jahr wieder antreten werden und gab ihnen den Ratschlag mit: „Üben, üben, üben.“

Allerdings machte der starke Föhnwind den Turnierteilnehmern schwer zu schaffen, denn Windstärke und Windrichtung mussten berücksichtigt werden, damit der Wurf mit dem Hufeisen Punkte brachte. Gegen Mittag nahm der Sturm ab, allerdings setzte dann Regen ein und verschaffte den Teilnehmern eine kurze Zwangspause.

Das Hufeisenwerfen, eine alte Tradition, hat sich mittlerweile zu einem beliebten Freizeitsport in unserer Region entwickelt. „Vom Ablauf her ist das Hufeisenwerfen dem Stocksport sehr ähnlich“, erklärt Hans Dräxl, der erst kürzlich zum Vorsitzenden des Hufeisenclubs Nußdorf-Hinterberg gewählt wurde. Die Spieler müssen eine präzise Wurftechnik beherrschen, um zielsicher zu treffen. Dabei ist es nicht nur wichtig, in die richtige Richtung zu zielen, sondern auch punktgenau die Zielmarke in 18 Metern Entfernung zu treffen. Der Einfluss des Windes stellt hierbei eine weitere Herausforderung dar, betont der Experte.

„Für viele Enthusiasten ist das Hufeisenwerfen nicht nur ein sportlicher Wettbewerb, sondern auch eine Gelegenheit, die Gemeinschaft zu stärken und die Tradition zu bewahren“, sagte Bernhard Oberauer, Zweiter Vorsitzender des Vereins. Der Hufeisenclub Nußdorf-Hinterberg lädt regelmäßig zu Turnieren und Veranstaltungen ein, bei denen Jung und Alt ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen können. Die Siegerehrungen übernahm Nußdorfs Zweiter Bürgermeister Helmut Brunner. Für die erstplatzierten Mannschaften gab es zahlreiche Preise. stv

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