Nachruf

von Redaktion

Neubeuern – Im gesegneten Alter von fast 90 Jahren verstarb Alois Schiefer, seinem sehnlichen Wunsch entsprechend, friedlich betreut von seiner Ehefrau Maxi und der Familie mit zwei Kindern und Enkeln in seinem Zuhause. Ein arbeitsreiches Leben, geprägt von den Veränderungen, die mitgetragen werden mussten, fand sein Ende. Zufriedenheit, sein stiller Humor und sein verschmitztes Lächeln, wenn er in Gesellschaft unterwegs war, zeichneten den „Schiefer Lois“ aus.

Sein Lebensweg begann am Marktplatz, zusammen mit den Eltern und zwei Geschwistern. Der Marktplatz war sein Spielplatz. Die Nähe zu Pfarramt und Kirche waren sein Eintritt zur Ministrantenschar. So war er auch dabei, als die Kirchenglocken von Neubeuern in einem stolzen Festzug zurückgebracht wurden, nachdem sie eigentlich eingeschmolzen werden hätten sollen. Seiner Heimat blieb Schiefer immer verbunden.

Nach seiner Lehrzeit als Schreiner, beim „Fischer Luck“, übte er diesen Beruf aus, ehe er später in den Bauhof der Gemeinde Neubeuern wechselte. Bis ins hohe Alter konnte man ihn so in seiner Werkstatt antreffen. Wie auch bei seinen Ausflügen in der näheren Heimat war er hier mobil und interessiert an allem Geschehen. Mit zunehmendem Alter wurde der Lebenskreis immer geringer.

Früh brachte sich Schiefer in die Dorfgemeinschaft ein, war aktiver Feuerwehrmann und Mitglied beim Trachtenverein Edelweiß Neubeuern sowie beim geselligen Playboy-Club. Brauchtum und Tradition lagen ihm am Herzen. So trat er bereits 1972 in die Gebirgsschützenkompanie Neubeuern ein. Sein Nachbar und ehemaliger Gebirgsschützenhauptmann Günter Hochhäuser sprach am Grab Dankesworte an einen zuverlässigen Vereinskameraden. Die Kompanie würdigte ihn mit einem Ehrensalut.

„Mit dem Herrgott seinen Frieden machen“, der gewählte Sinnspruch, zeigt, so Pfarrer Christoph Rudolph, das Vertrauen des Verstorbenen in die christliche Lebenswelt, die von Schiefer mitgetragen wurde. Die Beerdigungsmusik sowie die Fahnenbegleitung von Trachtenverein und Feuerwehr, Nachbarn, Vereinskameraden und die Glaubensgemeinschaft waren ehrenvolle Begleitung bei der Trauerfeier. swt

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