Schechen – Wichtige Themen standen auf der Tagesordnung der Jahresversammlung der Jagdgenossenschaft Marienberg.
Nach dem Kassenbericht und der einstimmigen Entlastung der Vorstandschaft wurde ausgiebig über den Antrag der Pächterfamilie Steegmüller über eine weitere Verlängerung des Pachtvertrages um neun Jahre diskutiert. In einem Vorgespräch zwischen den Pächtern und den Vorständen wurde vereinbart, dass der Vertrag von 1998 in Teilen verändert und ergänzt werden sollte. Vor allem zur erleichterten Abwicklung des Ausgleichs von Wildschäden wäre zum Beispiel die Aufnahme des sogenannten „Rosenheimer Modells“ in den Vertrag wünschenswert.
Da der neue Vertrag aus Zeitgründen zwischen Pächter und Vorstandschaft erst nach der Versammlung ausgearbeitet werden kann, wurde über den Einwand diskutiert, über eine Pachtverlängerung in einer späteren Versammlung extra zu beschließen. Da die Familie Steegmüller heuer aber die Marienberger Jagd im 90. Jahr bewirtschaftet, legte Franz Steegmüller in seiner Rede dar, dass es sein großer Wunsch wäre, jetzt schon die Sicherheit über eine Weiterführung dieses Vertrages für die nächsten neun Jahre zu haben, zumal sein Enkel Sebastian ebenfalls schon die Jägerprüfung absolvierte und gerne auch in Zukunft auf die Jagd ginge.
Auch bräuchten sich die Waldbesitzer unter den Mitgliedern der Genossenschaft keine Sorgen über künftige Wildschäden zu machen. Der Berufsjäger Lenz Thum sei fleißig im Wald, des Weiteren habe man das Glück, mit dem stellvertretenden Jagdvorsteher Johannes Ettenhuber seit zwei Jahren einen jungen Jäger an der Seite zu haben, der als direkter Anwohner im Brennpunkt Rottmühle/Kaps sehr engagiert dafür sorge, dass sich die Wildschäden in Grenzen hielten.
Der kürzlich erfolgte Revierbegang mit dem beauftragten Förster des Forstamtes Rosenheim hat dies laut Steegmüller bestätigt. Bei der Abstimmung wurde der Verlängerung des Vertrages um neun Jahre mit großer Mehrheit zugestimmt.
Bei der anschließenden turnusgemäßen Neuwahl der Vorstandschaft erklärte Hans Neumayer seinen Rücktritt, da er durch die Übergabe seiner Landwirtschaft nicht mehr wählbar sei. Als Nachfolger wurde Johannes Ettenhuber zum Jagdvorsteher sowie Josef Untereichmeier aus Stadl zum Stellvertreter gewählt. Als Beisitzer blieben im Amt Georg Höhensteiger, welcher gleichzeitig als Kassenwart, und Franz Hofstetter, welcher gleichzeitig als Schriftführer fungiert.
Zum Ende der Versammlung bedankte sich der neue Vorsteher beim scheidenden im Namen der Genossenschaft mit zwei schönen Esskastanienbäumen und einem überaus gelungenen, humorvollen Gedicht für dessen 15 Jahre langen Einsatz.
Ebenso bedankte sich Franz Steegmüller für das lange, gute und faire Zusammenwirken und überreichte Neumayer zur Erinnerung einen Bierkrug mit einem Schützenmotiv. Dieser bedankte sich seinerseits für das Vertrauen der Mitglieder und die freundschaftliche und aufrichtige Zusammenarbeit mit den Pächtern.