Gemeinsam für einen gesunden Wald

von Redaktion

Waldeigentümer und Jäger in Vogtareuth ziehen an einem Strang

Vogtareuth – Oft wird über Konflikte zwischen Waldeigentümern und Jägern berichtet. Meist geht es dabei darum, ob genügend Wild geschossen wird. In der Jahreshauptversammlung der Jagdgenossenschaft Vogtareuth war von Konflikten nichts zu spüren. Seit Jahren wird hier darauf hingearbeitet, einvernehmlich für einen gesunden Wald zu sorgen. So ging bei der Jahreshauptversammlung ein ausdrückliches Lob an die Jäger, die die Abschusszahlen erfüllt hätten, insbesondere auch im Revier IV, in dem es vorher Unzufriedenheit gab.

Eine genaue Einschätzung der Verbisssituation wird jedoch erst nach den Waldbegehungen im Mai mit dem Förster getroffen werden können. Dazu sind alle Waldbesitzer herzlich eingeladen.

Auf der Versammlung zeigte sich zudem, dass die Jagdgenossenschaft finanziell gut da steht. So konnte etwas mehr ausgegeben werden, als an Jagdpacht eingenommen wurde. Der Jagdschilling für das abgelaufene Jahr wird nach Beantragung ausgezahlt. Alle Entlastungen erfolgten einstimmig.

Durch Kontrolle der Wiesen mit Drohnen vor dem Mähen konnten im letzten Jahr über 80 Rehkitze in der Jagdgenossenschaft und in angrenzenden Gebieten vor dem Tod bewahrt werden. Diese Kontrolle soll fortgesetzt werden und wird mit einem Kostenzuschuss von 500 Euro honoriert. Zur Waldpflege wird außerdem zertifiziertes Saatgut für Eicheln beschafft (Budget 1000 Euro). Diese werden an Futterstellen für Eichelhäher platziert. Die Eichelhäher vergraben diese dann als Wintervorrat, vergessen aber viele davon. So soll eine natürliche Saat von Eichen gelingen. Ferner besteht ein Budget von 500 Euro zur Beschaffung von Setzligen von Wildbirnen und Wildäpfeln.

Waldbegehungen:

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