„Wichtigste in der Kirche sind die Menschen“

von Redaktion

Großkarolinenfelder Gläubige halten Kontakt mit Pfarrer Curic

Großkarolinenfeld/Maxlrain – Ruhig liegt das Schloss Maxlrain auf einer kleinen Anhöhe neben der weitbekannten Maxlrainer Schlossbrauerei. Im Inneren der Schlossmauern befindet sich eine kleine Kapelle, in der regelmäßig Gottesdienste stattfinden. Seit Anfang des Jahres kommen immer mehr Kirchengänger aus Großkarolinenfeld nach Maxlrain. Woran das liegt, lässt sich leicht erklären: Ihr ehemaliger Pfarrer Drago Curic hält dort nun Messen. Er wurde Ende vergangenen Jahres mit einem großen Fest in Großkarolinenfeld in den Ruhestand verabschiedet. Daraufhin wurde er zum „Schlosspfarrer“ in Maxlrain.

„Ich freue mich sehr über die großzügige Einladung des Prinzen, Erich von Lobkowicz, nach Maxlrain zu kommen. Ich fühle mich hier sehr wohl. Wir feiern dreimal in der Woche den Gottesdienst und dann habe ich dieses Jahr noch mehrere Taufen und eine Hochzeit“, erklärt Pfarrer Curic.

Auf die Frage, was ihn motiviert, mit seinen 75 Jahren weiter zu arbeiten, antwortet er: „Im Leben geht es vor allem um eine gute Beziehung zwischen den Menschen. Um Freude und Inspiration, die man einander schenkt. Auch im Gottesdienst. Das Wichtigste in der Kirche sind die Menschen und ich möchte Ermutigung und Zuversicht durch den Glauben weitergeben.“ Er betont: „Dass der Kontakt zu Großkarolinenfeld hält und ich in Maxlrain so viel Besuch im Gottesdienst bekomme, macht mich sehr glücklich.“

Auch Musikanten aus Großkarolinenfeld kommen gerne. Evi Mittermaier und Christoph Leonbacher spielten mit ihren Geigen in einem Sonntagsgottesdienst. Geplant ist, dass sie öfter zum Musizieren nach Maxlrain kommen. Auch der Männergesangsverein war schon zur musikalischen Gestaltung eines Gottesdienstes da, begleitet von etwa 40 Kirchengänger aus Großkarolinenfeld. Nach dem Gottesdienst fand sich Zeit zum gemeinsamen Gespräch im Schlossgarten.

„Wir wollten uns anschauen, wo unser ehemaliger Pfarrer hingegangen ist, und sind aus Großkaro hergeradelt. Wir freuen uns, dass wir die schöne Schlosskapelle sehen konnten und mit Pfarrer Curic weiterhin in Kontakt sind“, sagte Marianne Maier. Ihr Mann, Hans Maier, ergänzte: „Aus alter Verbundenheit hat unser Maibaumverein Pfarrer Curic nun auch zurück eingeladen. Er hält die Maiandacht in seiner alten Gemeinde Heilig Blut.“ Am Schluss wurde ein gemeinsames Erinnerungsfoto gemacht.

Pfarrer Curic zur Feier des Tages die Anwesenden in seine frisch renovierte und neu bezogene Wohnung zum Sektempfang ein. Fast alle folgten der Einladung.

„Dass so viele Gläubige hier zusammenkommen, zeigt, wie beliebt Pfarrer Curic auch nach seinem Weggang in seiner ehemaligen Gemeinde ist. Wir sind ihm wichtig, das spürt man. Deswegen organisiert er dieses Jahr auch wieder eine Fahrt nach Kroatien und zeigt uns seine ursprüngliche Heimat“, berichtete Friederike Henkel im Gespräch.

Bei so viel Netzwerken und sogar gemeinsamen Reisen, mag man sich fragen, ob Pfarrer Curic auch genügend Ruhe und Erholung bekommt? „In der Früh gehe ich regelmäßig joggen. Da habe ich noch keine Besuche und mache etwas für meine Fitness“, erklärt er mit einem Augenzwinkern.

Bleibt abschließend die Frage, wann wohl der Frauengesangsverein aus Großkarolinenfeld nach Maxlrain fährt? Die Planungen laufen bereits.Regina Schlosser

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