So weit die Füße tragen für den guten Zweck

von Redaktion

Schüler der Michael-Ende-Schule (MES) gehen für Spendenlauf an den Start

Raubling – Laufen, bis die Füße wund sind, eine Bänderdehnung vom kürzlichen Fußballspiel und nach etlichen Runden eine offene Wasserblase, da heißt es Zähne zusammenbeißen, um möglichst viele Runden für einen guten Zweck zu schaffen. Es war ein Paradebeispiel dafür, mit welchem Einsatz Schüler der Michael-Ende-Schule (MES) für den sozialen Zweck auf die 1000 Meter lange Strecke gingen.

„Schüler spenden laufend“, hieß die Benefizaktion der MES, die alle zwei Jahre mit wiederkehrendem Erfolg gestartet wird. Im Vorfeld hatten sich die Kinder im Familien- oder Bekanntenkreis Paten suchen, die bereit waren, pro gelaufenen Kilometer einen Betrag oder einen Festbetrag zu spenden. Der Gesamterlös ist für soziale Organisationen vorgesehen.

Von der ersten Grundschulklasse bis zur Oberstufe in den zehnten Klassen aus dem gesamten Bereich der MES, ob von den Grundschulen in Kirchdorf, Redenfelden oder dem Haupthaus in Raubling, waren an die 400 Kinder und Jugendliche im Inntalstadion unterwegs und mussten, ausgeweitet über die Siedlung, eine Wegstrecke von 1000 Metern zurücklegen und das möglichst oft.

„Mir hat es ganz gut gefallen“, erzählte Drittklassler Leonhard Donabauer, noch immer ziemlich außer Atem, schließlich hat er zwölf Runden zurückgelegt, das sind stolze zwölf Kilometer. Sein jüngerer Bruder Quirin aus der ersten Klasse, der acht Runden schaffte, fand es „einfach toll, weil es für einen guten Zweck ist“.

Nachdem einige Runden zurückgelegt waren, wurde bei vielen Startern das Tempo langsamer, die Haare durchschwitzter und der Durst größer, wie es auch „Stadionsprecher“ Religionslehrer Michael Bachleitner sah. Zwischendurch konnte auch mal locker gegangen werden. An den Getränkeständen war Mineralwasser stets gefragt. Konrektor Josef Vögl hatte ein besonders Auge darauf, dass alle Teilnehmer genug und regelmäßig tranken. Mit Wundpflaster musste er zum „Einsatz“, nachdem die elfjährige Katharina Ruprecht aus der Klasse 6b mit einer blutenden Wasserblase eine Pause benötigte und von ihm fachmännisch verarztet wurde. „An der großen Zehe hat eine offene Blase wehgetan, aber das Pflaster lindert etwas und auf geht’s wieder“, grinste sie und machte sich auf, trotzdem noch einige Runden zu laufen. Am Ende waren es 13.

Ihre Freundin Lena ging schon mit Schmerzen an den Start, die im Nachhinein als Schlüsselbeinanbruch diagnostiziert wurden – hart im Nehmen für die gute Sache. „Ich habe es eigentlich ganz cool gefunden“, schilderte Valentin Benedikt aus der Klasse 7ma seine Eindrücke hinterher. Er gab aber zu, dass es anstrengend war und nach etwa vier fünf Runden die Beine langsam, aber sicher, immer schwerer wurden. Nach stolzen 18 Runden war für ihn dann Schluss.

Bis kurz vor Schluss lag Levi Kollmuß aus der Klasse 4c mit 19 Runden in Front. Dieses Ergebnis im gesamten Teilnehmerfeld toppte nur noch der 15-jährige Schülersprecher Johannes Ruprecht aus der Klasse 9a mit 21 Runden. Der Ehrgeiz um den sozialen Zweck trieb auch ihn zur Höchstleistung.

Die Schulleitung hat sich entschlossen, den Gesamterlös zu gleichen Teilen an die Raublinger Tafel, die Flüchtlingshilfe, den Verein Hilfe für behinderte Kinder und Jugendliche im Inntal sowie für schulische Belange zu spenden.

Die Sammlung der Spendenbeträge aus den einzelnen Klassen dürfte erst in einigen Tagen komplett sein. Schätzungen laufen auf eine höhere vierstellige Summe hinaus. Vor zwei Jahren betrug sie rund 12000 Euro.ru

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