Über 2100 Trachtler pilgern zur Gottesmutter

von Redaktion

Inständige Bitte um Frieden bei der 74. Trachtenwallfahrt des Gauverbands nach Maria Eck

Siegsdorf – Zur 74. Trachtenwallfahrt des Gauverbandes I nach Maria Eck fanden sich bei angenehmem Wallfahrtswetter über 2100 Trachtler aus 97 Vereinen des großen Gauverbandes in Siegsdorf ein, um gemeinsam nach Maria Eck zu pilgern. Angeführt vom Siegsdorfer Wallfahrerkreuz und der Gaustandarte machten sich Dirndl und Buam, Frauen und Männer in ihren Festtrachten betend auf den fast fünf Kilometer langen Weg hinauf zu „unserer lieben Frau auf dem Ecker Berg“, wo sie vom Salut der Berchtesgadener Weihnachtsschützen aus Stanggass und vielen weiteren Trachtlern vor dem Freialtar unterhalb des Klosters empfangen wurden.

Bitte um
unfallfreies

Gaufest

Neben Ehrengästen aus Politik und Wirtschaft hatte sich auch der Siegsdorfer Pfarrer Thomas von Rechberg mit auf den Weg gemacht, der zusammen mit dem Guardian des Klosters, Bruder Markus Scholz und einem weiteren Geistlichen aus dem Bistum Köln, die feierliche Messe zelebrierte.

Mit einem Rückblick auf den Beginn der Wallfahrt 1951 und Kriegserinnerungen seines Vaters, war sich Pfarrer von Rechberg sicher: „Frieden können wir nicht machen! – Frieden kann nur entstehen, wenn sich Menschen auf Gott und die Gemeinschaft mit anderen einlassen – so wie ihr es heute getan habt!“ Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst von der Musikkapelle Ringham-Petting im Auftrag des GTEV „D`Untersurtaler“ Schönram, die aus Anlass eines Jubiläums ebenso eine Festkerze mitgebracht hatten, wie Festleiter Michael Weber vom Trachtenverein „D´Mangfalltaler“ Westerham.

Weber nutzte die Gelegenheit, um sich bei allen für die bisher geleistete Arbeit zu bedanken. Er bat um den Segen Gottes und der Gottesmutter für ein unfallfreies Gaufest und verträgliches Wetter. Gauvorstand Michael Hauser betonte zu Beginn, gemeinsam Wallfahren bedeute nicht vor dem Zeitgeist einzuknicken sondern die Welt verantwortungsvoll an die kommenden Generationen weiterzugeben. Er freute sich über die Teilnahme der lokalen Politik aus den Landkreisen Traunstein und Berchtesgaden und der Vertreter aus dem Chiemgau Alpenverband und dem Inngau und erinnerte an den Grundgedanken der Wallfahrt 1951, das Gedenken an die gefallenen und vermissten Soldaten der beiden Weltkriege, und heute auch an die Opfer so vieler unsäglicher Kriege dieser Welt und von Terror und Gewalt.

„Bitten wir aber auch um den Frieden unter allen Völkern und Religionen!“ schloss Hauser und war sich mit seinem Stellvertreter Alfred Gehmacher einig: „Frieden zwischen allen Völkern und Religionen hat seine Grundfeste im Frieden und gefestigten Miteinander in den Gemeinden, Vereinen und Familien“! Gehmacher dankte zudem dem GTEV Siegsdorf mit Hauptorganisator Sepp Geisreiter für die Organisation der Wallfahrt, und lobte die Feuerwehren aus Siegsdorf und Eisenärzt, das BRK Traunstein/Siegsdorf und die Polizeiinspektion Traunstein für die tatkräftige Unterstützung.

Mit dem Lied vom „Guten Kameraden“ senkten sich zum Abschluss die fast 100 Fahnen rund um den Freialtar, bevor die Trachtler im und rund um den Klostergasthof die Wallfahrt gemütlich ausklingen ließen.

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