Riedering – Ein positives Bild von der Sicherheitslage Riederings zeichnete Geschäftsleiter Hannes Lang in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates. Für das Gremium fasste er die Ergebnisse des jährlich stattfindenden Sicherheitsgespräches mit der Rosenheimer Polizeiinspektion zusammen.
Bei dem Treffen, an dem neben Riedering auch die Bürgermeister aus Prutting, Schechen, Söchtenau, Stephanskirchen und Vogtareuth teilnahmen, hätten Polizeidirektor Volker Klarner und dessen Stellvertreter, Kriminalhauptkommissar Johannes Renz, die Sicherheitslage als „hervorragend“ eingeschätzt und von guten Aufklärungsergebnissen gesprochen.
Anschließend hatten Erster Polizeihauptkommissar Robert Maurer und Polizeihauptmeisterin Maria Thome detaillierte Zahlen zu den jeweiligen Gemeinden vorgestellt. 77 Straftaten, sieben weniger als im Vorjahr, sind registriert worden, von denen wiederum fast 82 Prozent (76,2 Prozent im Vorjahr) aufgeklärt werden konnten. Sechs Diebstähle (in 2022 zehn), kein registrierter Wohnungsdiebstahl und Fahrraddiebstahl (in 2022 jeweils einer) sowie ein tätlicher Angriff auf Notarzt/Rettungsdienst im Rahmen eines Einsatzes und ein Rückgang bei den Vermögens- und Fälschungsdelikten von 14 (2022) auf acht lassen darauf schließen, dass Riedering ein relativ sicherer Ort sei.
Auch die Zahl der Betrugsfälle ist rückläufig: drei weniger als im Vorjahr (in 2023 wurden sieben Delikte angezeigt), von denen wiederum über die Hälfte aufgeklärt werden konnte.
Was den Verkehr angeht, so ist eine geringe Zunahme an Unfällen zu verzeichnen. So gab es 121 Verkehrsunfälle, vier mehr als in 2022, auch die Zahl der Unfälle mit Verletzten hat sich leicht von 16 auf 22 erhöht. Hauptunfallursachen lagen im Fehlverhalten in den Bereichen Abbiegen, Wenden und Rückwärtsfahren (insgesamt 20), zu schnelles Fahren (13), Wildunfälle (61) und zweimal war Alkohol im Spiel. Ein Unfall mit tödlichem Ausgang ereignete sich in Niedermoosen.
Alles in allem eine gute Sicherheitslage, resümierte Lang im Gemeinderat, die auch durch die gute und professionelle Zusammenarbeit der Gemeinde mit der Polizeiinspektion und den übergeordneten Behörden gesichert sei.
Karl Rothmayer (SPD) und Sebastian Hamberger (WUS) hakten dennoch nach: Wie sehe mit einer innerörtlichen Tempo-30-Zone aus? Dies sei nicht Thema der Veranstaltung gewesen, so Lang. Zudem brauche es für die Errichtung einer Tempo-30-Zone eine sogenannte Gefährdungssituation. Dazu werden Unfallzahlen und -schwerpunkte ausgewertet, die sich innerhalb von drei Jahren auf eine bestimmte Anzahl summieren müssten. elk