Eggstätter Gemeinderäte genehmigen Bau dreier Einfamilienhäuser

von Redaktion

Lange Diskussion um eine Buche – Zustimmung fällt mit 10:1 – Mehr Gewerbeeinheiten gefordert

Eggstätt – Mit nur einer Gegenstimme erklärte der Eggstätter Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung das Bauvorhaben eines Bauwerbers an der Priener Straße für freistellungsfähig. Schon mehrfach war der Bauantrag für drei Einfamilienhäuser auf dem Grundstück Thema. Letztmalig im Oktober 2023 wurde der Antrag auf Befreiungen hinsichtlich der Höhenlage der Gebäude, der Überschreitung maximal zulässige GRZ, der Gebäudeform sowie der Dachform und Dacheindeckung abweichend zum Hauptbaukörper abgelehnt. Nun also drei Anträge für jeweils ein Einfamilienhaus, denen das Kreisbauamt bei einem Lokaltermin schon die Freistellungsfähigkeit attestiert hatte. Bauamtsleiterin Regina Maier zeigte den Entwurf der drei Häuser A, B und C. Sie betonte, dass nunmehr alle Vorgaben des Gemeinderates, sei es bezüglich Entwässerung, der Mischung Gewerbe und Wohnen, der Höhenlage der Gebäude oder des Freiflächengestaltungsplans, eingehalten worden seien.

Hans Plank (CSU) befand die vorliegenden Planungen für „gut: Für alle Beteiligten ist das jetzt das Richtige.“ Gerhard Eder (ÜWG) schloss sich dem an, bat aber auch darum, dass hier keine Zweitwohnungen entstehen sollen. Katharina Weinberger (Grüne) äußerte sich ähnlich, fand es aber irritierend, dass „keine nachbarliche Zustimmung eingeholt“ wurde und dass Ausgleichsflächen für Nistplätze für Fledermaus und andere Gebäude-Brüter fehlten. Bauamtsleiterin Maier wandte ein, dass die Nachbarn Planeinsicht hätten, aber bislang habe niemand diese Möglichkeit wahrgenommen. Was die Buche betrifft, so sei diese als zu erhalten festgesetzt. Einen Antrag auf Fällung habe sie abgelehnt. Dennoch bitte sie zu beachten, dass die Buche hälftig auf der Birkenstraße stehe.

Markus Löw (FBE) hakte diesbezüglich nach. Laut Gutachten verursache die Buche in den kommenden drei Jahren Unterhaltskosten in Höhe von 15000 bis 20000 Euro netto und sei auf lange Sicht nicht mehr zu erhalten: „Ist es uns das wert?“

Christoph Stöger (Grüne) erkundigte sich nach dem Anteil von Gewerbe zu Wohnen. Die ausgewiesenen 33 Prozent seien schlechter berechnet, als es die umliegende Nachbarschaft wiedergebe. Aber generell werde es für spätere Bauvorhaben schwieriger. Langfristig müsse man mehr Gewerbeeinheiten schaffen, erklärte Maier.

Marianne Schönhuber (ÜWG) fragte bei der Entwässerung nach. Dieses sei so groß dimensioniert angelegt, dass das Regenwasser in den Kanal erst mit Verzögerung eingeleitet werde. Das Regenrückhaltebecken umfasse 60 Kubikmeter, und der Drosselablauf sei 1,5 Liter pro Sekunde. Bene Langl (CSU) hieß die Bauanträge in der vorliegenden Form für gut. „Die Hausaufgaben wurden gemacht.“ Auch schließe er sich den Anregungen seiner Vorredner an: Kein Zweitwohnsitz. Bezüglich Buche meinte er: „Wenn das zu teuer wird, dann sollten wir dafür kein Geld mehr ausgeben.“ Katharina Weinberger fragte nach, ob die Untere Naturschutzbehörde am weiteren Fortgang beteiligt werde, was Maier verneinte.

Bürgermeister Christoph Kraus (FBE) stellte schließlich den Beschlussvorschlag – die Verwaltung soll die Freistellungserklärung für die drei Häuser ausstellen – vor. Mit 10:1 wurde der Beschlussvorschlag angenommen. Allein Katharina Weinberger stimmte dagegen. elk

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